
München:
– Mehr als die Hälfte der Deutschen erwartet eine Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage in den kommenden zwei Jahren.
– Drei Viertel der Befragten bewerten die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als gering.
– Die größte Sorge gilt Anschlägen auf kritische Infrastruktur und Cyberangriffen, während militärische Angriffe auf deutsches Gebiet weniger gefürchtet werden.
Die deutsche Bevölkerung blickt mit Besorgnis auf die zukünftige Sicherheitslage. Mehr als die Hälfte (54%) erwartet eine Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage in Deutschland in den kommenden zwei Jahren. Nur rund 15 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Dies ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag von Deloitte unter 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ab 18 Jahren, die anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlicht wurde.
Die Einschätzung der aktuellen militärischen Bedrohungslage in Deutschland ist geteilt: Während 43,7 Prozent der Befragten Deutschland als militärisch bedroht empfinden, sehen etwa genauso viele keine solche Bedrohung. Die Sorgen richten sich vor allem gegen hybride Gefahren. Über die Hälfte der Befragten (53,6%) empfindet Anschläge auf kritische Infrastruktur als größte Bedrohung der nationalen Sicherheit, gefolgt von Cyberangriffen auf Staat und Wirtschaft (39,6%) sowie politischem Extremismus (39%). Militärische Angriffe auf deutsches Gebiet werden hingegen nur von 8 Prozent der Befragten als größte Bedrohung wahrgenommen.
Volker Krug, CEO Deloitte Deutschland, betont: „Die Menschen in Deutschland nehmen Sicherheit heute breiter und realistischer wahr: Nicht allein militärische Szenarien, sondern vor allem Angriffe auf kritische Infrastruktur und Cyberattacken bereiten Sorgen. Dieses Stimmungsbild ist ein klarer Handlungsauftrag an Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Widerstandsfähigkeit, digitale Sicherheit und Krisenfähigkeit gemeinsam zu stärken.“
Wachsende Unsicherheit und Vertrauensfragen
Die eigene Verteidigungsfähigkeit Deutschlands wird von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung als gering eingestuft: Drei Viertel der Befragten (76,8 %) beurteilen diese als eher gering oder sehr gering. Parallel dazu empfindet eine Mehrheit (60,5%), dass sich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb der NATO in den letzten zwei Jahren verschlechtert hat, während lediglich 17,5 Prozent eine Verbesserung sehen.
Bei der globalen Krisenbewältigung favorisiert die Bevölkerung für Deutschland eine unterstützende Rolle als „Mitgestalter“ (47,9%), deutlich vor einer neutralen Position (27,1%) oder einer führenden Rolle als „Vorreiter“ (17,6%). Als vertrauenswürdigster sicherheitspolitischer Partner wird die Europäische Union von zwei Dritteln der Befragten genannt, gefolgt von Großbritannien mit 49,7 Prozent. Den USA vertrauen nur noch 15 Prozent als Partner in der Sicherheitspolitik, gefolgt von Russland mit knapp 11 Prozent. Die Stärkung der NATO-Zusammenarbeit (54%) und die Reduzierung strategischer Abhängigkeiten (58,1%) sind die bevorzugten Wege für ein stärkeres internationales Engagement.
„Die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach einer starken Rolle in internationalen Bündnissen und der Skepsis gegenüber der eigenen Verteidigungsfähigkeit verdeutlicht die Herausforderung, vor der Deutschland steht. Die eigene Verteidigungsfähigkeit sichern und zugleich multinational denken – von Fähigkeiten über Beschaffung bis zu Interoperabilität. Es geht darum, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und gleichzeitig die europäische Zusammenarbeit zu festigen“, kommentiert Dr. Germar Schröder, Partner Defence & Security bei Deloitte.
Informationsquellen und zukünftige Anforderungen
Um sich über sicherheitspolitische Themen zu informieren, nutzen die meisten Deutschen Zeitungen und Nachrichtenportale (65,9%) sowie das öffentlich-rechtliche Fernsehen (59,5%). Soziale Netzwerke (11,2%) und Podcasts/YouTube-Kanäle (16,6%) spielen eine geringere, aber für jüngere Zielgruppen relevante Rolle.
Die ausführliche Umfrage finden Sie hier (https://image.marketing.deloitte.de/lib/fe31117075640474771d75/m/1/3fb10e39-21a9-4521-a8fa-b65df484d86d.pdf).
Über Deloitte
Deloitte bietet führende Prüfungs- und Beratungsleistungen für nahezu 90% der Fortune Global 500®-Unternehmen und Tausende von privaten Unternehmen an. Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Unsere Mitarbeitenden liefern messbare und langfristig wirkende Ergebnisse, die dazu beitragen, das öffentliche Vertrauen in die Kapitalmärkte zu stärken, und unsere Kunden bei Wandel und Wachstum unterstützen. Deloitte baut auf eine 180-jährige Geschichte auf und ist in mehr als 150 Ländern tätig. Erfahren Sie mehr darüber, wie die rund 460.000 Mitarbeitenden von Deloitte das Leitbild „making an impact that matters“ täglich leben: www.deloitte.com/de. Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL), ihr weltweites Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen (zusammen die „Deloitte-Organisation“). DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sowie ihre verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL-Mitgliedsunternehmen und verbundene Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen und nicht für die der anderen. DTTL erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/de/UeberUns.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Kontakt
| Newsroom: | ![]() |
| Pressekontakt: | Mathias Brandes Head of Corporate Communications & Responsibility Tel: +49 89 29036 5034 mbrandes@deloitte.de |
Quellenangaben
| Textquelle: | Deloitte, übermittelt durch news aktuell |
| Quelle: | https://www.presseportal.de/pm/60247/6212809 |
Mehr als die Hälfte der Deutschen, konkret 54%, erwartet eine Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage in den kommenden zwei Jahren. Drei Viertel der Befragten, also 76,8%, bewerten die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als eher gering oder sehr gering. Die größte Sorge gilt Anschlägen auf kritische Infrastruktur (53,6%), gefolgt von Cyberangriffen (39,6%) und politischem Extremismus (39%). 43,7% der Befragten empfinden Deutschland als militärisch bedroht, während eine ähnliche Anzahl dies nicht so sieht. 60,5% der Befragten glauben, dass sich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb der NATO in den letzten zwei Jahren verschlechtert hat. 47,9% der Befragten favorisieren eine unterstützende Rolle als 'Mitgestalter', während 27,1% eine neutrale Position und 17,6% eine führende Rolle wünschen. Die Europäische Union wird von zwei Dritteln der Befragten als vertrauenswürdigster Partner in der Sicherheitspolitik genannt. Die meisten Deutschen nutzen Zeitungen und Nachrichtenportale (65,9%) sowie öffentlich-rechtliches Fernsehen (59,5%) zur Informationsbeschaffung. Soziale Netzwerke spielen mit 11,2% eine geringere Rolle, sind jedoch für jüngere Zielgruppen relevant. Die Stärkung der NATO-Zusammenarbeit (54%) und die Reduzierung strategischer Abhängigkeiten (58,1%) werden als bevorzugte Wege genannt.Häufige Fragen
Wie viele Deutsche erwarten eine Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage?
Wie wird die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands von der Bevölkerung eingeschätzt?
Welche Bedrohungen empfinden die Deutschen als am größten?
Wie viele Menschen empfinden Deutschland als militärisch bedroht?
Was denken die Deutschen über die sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb der NATO?
Wie möchten die Deutschen, dass Deutschland international agiert?
Welcher Partner wird als vertrauenswürdigster in der Sicherheitspolitik angesehen?
Wie informieren sich die Deutschen über sicherheitspolitische Themen?
Welche Rolle spielen soziale Netzwerke bei der Informationsbeschaffung?
Was sind die bevorzugten Wege für ein stärkeres internationales Engagement?
- Kärnten an der Spitze Europas: Platz 1 und 2 bei den „Schönsten Radregionen 2026“ von FOCUS E-Bike - 11. Februar 2026
- Vom Dach ins Depot: Warum Solarinvestments für viele Anleger plötzlich interessant sind - 11. Februar 2026
- FIX&FLIP PrivateClass Mastermind in Bremen: High-Level-Strategien für skalierbaren Immobilienhandel - 11. Februar 2026

