Vorsicht beim Pilze sammeln – der Knollenblätterpilz ist wieder da

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Vorsicht beim Pilze sammeln – der Knollenblätterpilz ist wieder da » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
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Pilze werden nicht umsonst das Fleisch des Waldes genannt, denn Pilze sind sehr nahrhaft und da sie wenig Kalorien haben, sind sie auch bei allen sehr beliebt, die figurbewusst leben. Schon im August zieht es die Pilzsammler in die Wälder, aber besonders am Ende des Sommers kann das Sammeln von Pilzen sehr gefährlich werden, denn im August wächst bereits der Knollenblätterpilz, einer der gefährlichsten Pilze in Europa.

Leicht zu verwechseln

Der Knollenblätterpilz ist besonders zwischen August und Oktober in fast allem Misch- und Laubwäldern zu finden. Auf den ersten Blick gleicht der Pilz dem Champignon, aber schon der Verzehr eines einzigen Knollenblätterpilzes reicht aus, um schwerste Vergiftungen auszulösen, die nicht selten zum Tod führen. Wer sich mit Pilzen nicht sehr gut auskennt, der sollte das, was er gesammelt hat, deshalb unbedingt von einem Pilzexperten oder von einem Förster begutachten lassen.

Sofort den Notarzt rufen

Was den Knollenblätterpilz so gefährlich macht, ist, dass sich die ersten Vergiftungserscheinungen erst sechs bis 20 Stunden nach dem Verzehr zeigen. Wenn das Gift wirkt, dann hat es sich schon im ganzen Körper verteilt, die Betroffenen leiden unter starken krampfartigen Schmerzen im Bauch, sie haben Durchfall und müssen sich übergeben. Wenn der Verzehr von wilden Pilzen diesen Symptomen vorangegangen ist, dann muss sofort der Notarzt verständigt werden, denn es zählt jede Minute. Um die Diagnose für den Arzt leichter zu machen, sollte das Erbrochene und die Reste des Pilzgerichts aufgehoben werden.

Warum ist der Pilz so gefährlich?

Knollenblätterpilze enthalten sogenannte Amatoxine, die die Leber angreifen. Bei einer akuten Vergiftung kann es sehr schnell zu einem Versagen der Leber kommen, und wenn das der Fall ist, dann bleibt als einzige Maßnahme nur eine Lebertransplantation. Steht nicht schnell genug eine Spenderleber zur Verfügung, dann stirbt der Patient meist nur wenige Tage nach dem Genuss des Knollenblätterpilzes an Leberversagen.

Bild: © Depositphotos.com / syaber


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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