Schlechter Schlaf erhöht das Schlaganfallrisiko

Ulrike Dietz
Veröffentlicht am August 18, 2016, 8:31 am
2 min

Schlecht einschlafen oder nicht durchschlafen ist lästig und nervt, aber sind diese Schlafstörungen auch für die Gesundheit gefährlich? Ja, sagt eine neue Studie der Universitätsklinik in Bern, denn wer schlecht schläft, der riskiert einen Schlaganfall. Die Forscher in der Schweiz haben Hunderte von Studien zum Thema Schlafstörungen untersucht und sie haben sich die unterschiedlichen Formen der Schlaflosigkeit angesehen, um das Schlaganfallrisiko genauer bestimmen zu können.

Risikofaktor Schlafapnoe

Schnarchen kann demjenigen, der wach in der anderen Hälfte des Bettes liegt, den letzten Nerv rauben, aber derjenige, der schläft und schnarcht, lebt gefährlich. Beim Schnarchen kommt es immer wieder zu einer sogenannten Schlafapnoe, das heißt, der Schnarcher hat Atemaussetzer und jeder dieser Aussetzer treibt den Blutdruck in die Höhe. Ein erhöhter Blutdruck ist in der Folge ein Risikofaktor für einen Schlaganfall. Es sind aber nicht nur die Aussetzer, die zu den gefährlichen Schlafstörungen gehören, denn es lauern noch andere, oft unterschätzte Gefahren.

Das Gehirn muss sich regenerieren

Es sind nicht nur die klassischen Schlafstörungen, die die Gesundheit gefährden können, es sind auch die Müdigkeit am Tag und zu langes Schlafen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Schlafen sollte in erster Linie der Regeneration des Gehirns dienen, wenn das aber nicht gelingt, dann werden Abläufe im Organismus empfindlich gestört. So wird zum Beispiel das Stresshormon Cortisol freigesetzt, das sich wiederum schädlich auf die Gefäße auswirken kann.

Wie viel Stunden Schlaf sind schädlich?

Menschen, die neun oder mehr Stunden pro Nacht schlafen, sind ebenfalls gefährdet, denn die Studie fand heraus, dass die meisten Vielschläfer nur sehr oberflächlich schlafen. Der Tiefschlaf kommt zu kurz und damit auch die Regenerierung des Gehirns, das sich nur in den Tiefschlafphasen richtig erholen kann. Besser ist es erst dann zu Bett gehen, wenn man wirklich müde ist, denn nur dann erzielt der Schlaf auch tatsächlich das gewünschte Ergebnis.

Bild: © Depositphotos.com / NunoMt


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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