„Brücken-Teilzeit“: Arbeitsminister Heil legt Gesetzentwurf …

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

„Brücken-Teilzeit“: Arbeitsminister Heil legt Gesetzentwurf …

2 min

Düsseldorf (ots) – Teilzeitbeschäftigte sollen ab dem 1. Januar 2019 leichter in Vollzeit zurückkehren können. „Wir wollen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit eine Brücke bauen zurück in Vollzeit-Beschäftigung“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Der Gesetzentwurf sei fertig, betonte der Minister, und soll ab Dienstag innerhalb der Regierung abgestimmt werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig alle Beschäftigten in Betrieben ab 45 Arbeitnehmern ein Recht auf eine befristete Teilzeit-Phase bekommen, die zwischen einem und fünf Jahre dauern kann. Das Gesetz solle für alle neuen Fälle gelten, betonte Heil – also für alle Teilzeit-Vereinbarungen, die ab dem 1. Januar 2019 geschlossen werden. Auch wer heute schon in Teilzeit arbeitet, soll künftig seine Arbeitszeiten leichter wieder verlängern können. „Ich möchte, dass auch jene einen Antrag auf Rückkehr in Vollzeit stellen können, die vor Inkrafttreten des Gesetzes in Teilzeit gegangen sind.“ Die Arbeitgeber sollen es begründen müssen, falls eine Rückkehr nicht möglich sei, sagte Heil. Auch Betriebe mit weniger als 45 Arbeitnehmern will Heil dazu bringen, sich zumindest mit den Arbeitszeit-Wünschen ihrer Beschäftigten auseinanderzusetzen. Der Gesetzentwurf sieht eine „Pflicht zur Erörterung“ unabhängig vom Umfang der Arbeitszeit vor. Für Betriebe mit 46 bis 200 Arbeitnehmern ist dem Gesetzentwurf zufolge eine „Zumutbarkeitsgrenze“ eingeplant. Nur einem pro 15 Arbeitnehmern müsse der Anspruch auf befristete Teilzeit gewährleistet werden.

KONTEXT:

Union und SPD hatten bereits in der vergangenen Wahlperiode ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit schaffen wollen. Sie konnten sich nicht auf die Details einigen. Im Koalitionsvertrag wurde nun eine neue Regelung vereinbart. Heil verwies auf einen hohen Bedarf für das Gesetz: „Nach einer Erhebung wünschen sich 100.000 Beschäftigte flexiblere Arbeitszeitmodelle, die zu ihrem Leben passen. Bis zu 600.000 Beschäftigte könnten von dem Gesetz profitieren, vor allem Frauen.“

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3918182
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Seehofer will Schleusen von Kindern härter bestrafen Düsseldorf (ots) - Parallel zur Neuregelung des Familiennachzugs soll nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch schärfer gegen Schleuser von Kindern vorgegangen werden. "Gerade Minderjährige zu motivieren, sich auf die gefährliche Reise in die Bundesrepublik Deutschland zu begeben und sich damit der Gefahr für Leib oder Leben auszusetzen, ist besonders verwerflich und damit strafschärfend zu berücksichtigen", heißt es nach Angaben der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) in dem ihr vorliegenden Gesetzentwurf zum Familiennachzug. Danach soll...
Leitartikel „Die tapfere Frau Kohnen“ zum Landesparteitag der … Regensburg (ots) - Rekordtiefs in Umfragen zur Landtagswahl, kein Rückenwind aus der Bundes-SPD, Wählerverluste an die AfD - und jetzt noch die Koalitionskrise in Berlin, angefacht von einer CSU, die den Genossen bereits seit Jahrzehnten im Freistaat die Tour vermasselt: Es sind extrem harte Zeiten auch nach Maßstäben der ohnehin höchst leidensfähigen bayerischen Genossen. Spitzenkandidatin Natascha Kohnen droht am 14. Oktober eine womöglich historisch hohe Niederlage - inklusive der Schmach, von der AfD überholt zu werden. Die Sorgen der CSU, die sich derzeit bei Werten knapp über 40 Prozent ...
Interview mit den Ministerpräsidenten Stephan Weil, Daniel … Osnabrück (ots) - Ankerzentren: Norden verlangen Klarheit von der Bundesregierung Weil: Großer Begriff herausposaunt - Günther: Nur SchlagwörterOsnabrück. Im Streit um die Einführung von Ankerzentren haben die Regierungschefs von Niedersachsen und Schleswig-Holstein von der Bundesregierung parteiübergreifend Klarheit gefordert. In einem gemeinsamen Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD), "keiner weiß, was das eigentlich sein soll. Es wäre wesentlich klüger, Herr Seehofer würde auf den Tisch legen: Dies und das haben wir...
Nahles wirft Union Blockade des Teilzeitgesetzes vor Düsseldorf (ots) - Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Andrea Nahles, hat scharfe Kritik an der Union wegen der schleppenden Ressortabstimmung zum Teilzeitgesetz geübt. "CDU und CSU blockieren beim Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit", sagte Nahles der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Damit lasse die Union Millionen Frauen in der Teilzeitfalle hängen, so Nahles. Das Gesetz soll es Arbeitnehmern erleichtern, zeitweise die Stundenzahl zu reduzieren, ohne danach in der sogenannten Teilzeitfalle zu stecken - also nicht mehr in Vollzeit zurückkehren zu ...
zum Obersten US-Richter Halle (ots) - Mit der Nominierung des Yale-Absolventen für den entscheidenden neunten Sitz am Obersten Gerichtshof hat Donald Trump eine zunächst überraschende, aus seiner Sicht aber taktisch ziemlich kluge Entscheidung getroffen: Der Kandidat ist 53 Jahre jung und wird das Gericht voraussichtlich für eine Generation prägen. Er will stramm konservativ den Staat zurückdrängen und die Verfassung wörtlich auslegen, wirkt aber kultiviert und sympathisch. In der hoch umstrittenen Abtreibungsfrage scheint der Katholik nicht allzu eindeutig festgelegt, was auch den moderaten Republikanern im Senat ei...
Kommentar Zweites Auto nur mit Stellplatz-Nachweis = Von … Düsseldorf (ots) - Wer in einer Großstadt wie Düsseldorf, Köln oder Hamburg wohnt und Autofahrer ist, dürfte das Problem kennen: Anwohnern fehlt es häufig an Parkplätzen. Die allabendliche Suche nach einer freien Lücke ist nervig und frustrierend. Und sie endet nicht selten damit, dass man verkehrswidrig parkt und in Kauf nimmt, abgeschleppt zu werden oder ein Knöllchen zu kassieren. Das kann es doch nicht sein! Aber was tun? Ganz aufs eigene Auto zu verzichten und stattdessen nur noch mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zu fahren, dürfte für die Mehrheit derzeit noch keine echte Alternative...
www.presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.