Bilanz-Pressekonferenz Verband der Sparda-Banken e.V – …

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Bilanz-Pressekonferenz Verband der Sparda-Banken e.V – …

11 min

Frankfurt (ots) – Sparda-Banken gehen auf solider Grundlage und mit wegweisenden Entscheidungen Richtung Zukunft

– Trotz regulatorischer Herausforderungen und anhaltender Niedrigzinsphase behauptet sich Sparda-Gruppe erfolgreich im Wettbewerb – Bilanzsumme steigt auf über 70 Mrd. EUR – Fondsgeschäft wird immer stärker – Bundesregierung sollte gute Beschlusslage der Großen Koalition zu „small banking box“ zügig in die Tat umsetzen – „Mittelbankspolitik“ gefordert – Sparda-Gruppe legt Grundlagen für Umbruch in die digitale Zukunft

Die Sparda-Banken haben sich im Jahr 2017 weiterhin erfolgreich am Markt behauptet. „Trotz der unverändert anhaltenden Niedrigzinsphase und der weiterhin steigenden regulatorischen Anforderungen, die für unsere Banken mit ihrem eindeutigen Fokus auf Privatkunden ganz besonders das Geschäft beeinflussen, ist es gelungen, die guten Zahlen des vergangenen Bilanzjahres weitgehend zu bestätigen. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, dass die Sparda-Gruppe in den vergangenen Monaten wichtige Richtungsentscheidungen getroffen hat und auch mittelfristig weitere Meilensteine setzen wird, mit der wir unsere sehr solide Ausgangsposition nutzen werden, um auch in Zukunft gutes Banking zu fairen Konditionen für unsere Kunden anbieten zu können“, fasst Florian Rentsch – seit Juli des vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Sparda-Banken – bei seiner ersten Pressekonferenz seit Amtsübernahme die Bilanzzahlen des Jahres 2017 zusammen.

Stabile Zahlen in schwierigem Umfeld

Die Sparda-Banken wachsen auch im herausfordernden Umfeld weiter. Die zusammengefasste Bilanzsumme überschreitet erstmals die 70 Mrd. EUR Marke und liegt jetzt bei 71,2 Mrd. EUR (+3,3 Prozent). Die durch das Niedrigzinsumfeld verursachten Rückgänge im Zinsüberschuss konnten durch ein besseres Provisions- und Bewertungsergebnis kompensiert werden. Damit gelang ein fast stabiles Betriebsergebnis. Der Jahresüberschuss liegt mit 110,2 Mio. EUR um 6,4 Prozent unter dem Vorjahr.

Kreditvolumen wieder über Vorjahreswert

Im vergangenen Geschäftsjahr legten die Sparda-Banken sowohl bei den Kundenkrediten als auch den Kundeneinlagen zu. Die Kundenkredite stiegen um 1,2 Prozent auf 42,1 (Vorjahr: 41,6) Mrd. EUR, was in erster Linie auch im Jahr 2017 auf einer gute Nachfrage nach Baufinanzierungen fußt. Die Kundeneinlagen wuchsen sogar um 4,0 Prozent auf 62,6 (Vorjahr: 60,2) Mrd. EUR. Aufgrund der Zuwächse verlängerte sich die Bilanzsumme aller Sparda-Banken um 3,3 Prozent auf 71,2 (Vorjahr: 68,9) Mrd. EUR.

Fondsanlage bei Kunden deutlich höher im Kurs

Das Geschäft mit der Vermittlung von Investmentfonds hat in diesem Jahr immens zugenommen. Nachdem im letzten Jahr eine kleine „Delle“ zu verzeichnen war, vermittelten die Sparda-Banken in 2017 Fonds in Höhe von insgesamt 1,754 Mrd. EUR und damit satte 22,5 Prozent mehr als im Vorjahr (1,431 Mrd. EUR).

Das Vermittlungsgeschäft mit Bausparverträgen und Versicherungen war auch 2017 weiter rückläufig. Die Sparda-Banken haben Bausparverträge in einem Volumen von insgesamt 1,944 Mrd. EUR vermittelt und damit 11,0 Prozent weniger als im Vorjahr (2,184 Mrd. EUR). Im Versicherungsgeschäft mit der DEVK Versicherung lag das Versicherungsvolumen bei 637 (Vorjahr: 804) Mio. EUR. Das entspricht einem Rückgang von 20,7 Prozent. „Beides ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase weniger überraschend“, so Sterz.

Solide Ertragslage in schwierigem Umfeld

Der Zinsüberschuss sank wie im Vorjahr aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus leicht. Er lag bei 985 (Vorjahr: 1.027) Mio. EUR und war damit um 4,1 Prozent rückläufig. Ein wiederum erfreuliches Ergebnis gab es beim Provisionsüberschuss, der um 11,7 Prozent auf 228,3 (Vorjahr: 204,4) Mio. EUR stieg. Der Verwaltungsaufwand stieg um 1,5 Prozent auf 845,7 (Vorjahr: 833,5) Mio. EUR. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 110,2 (Vorjahr: 117,7) Mio. EUR und sank damit um 6,4 Prozent.

Die Mitgliederzahl lag auch im Jahr 2017 bei über 3,6 Mio., die Zahl der Kunden nach wie vor über 4,2 Mio. Die Zahl der Filialen ging leicht von 417 auf 405 zurück. Damit nahm auch die Mitarbeiterzahl ab; sie sank um 123 auf insgesamt 6.225 Mitarbeiter.

Regulatorik mit Augenmaß

„Im Zuge der Finanzkrise sind einige gewichtige regulatorische Lücken, die Instabilitäten des Bankensystems begünstig haben, richtigerweise geschlossen worden. Problematisch aus unserer Sicht ist jedoch, dass an einigen Stellen keine hinreichende Unterscheidung getroffen wurde, welche Regeln für welche Institute und damit auch für die jeweiligen, sehr unterschiedlichen Geschäftsmodelle angemessen und sinnvoll sind. Hierzu gehört auch, dass die verschiedenen Regulierungsvorhaben besser auf einander abgestimmt werden müssen. Wir brauchen endlich eine funktionierende ‚Mittelbankspolitik'“, so Rentsch. Die Große Koalition scheine dies mit Blick auf entsprechende Formulierungen im Koalitionsvertrag hinsichtlich der Notwendigkeit einer „small banking box“ dem Grunde nach auch erkannt zu haben. Jetzt sei die Bundesregierung gefordert, dies auch im Bund zügig umzusetzen und auf europäischer Ebene voranzutreiben. Darüber hinaus erwarte man jetzt ein klares Konzept des neuen Finanzministers für die weitere Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt und damit eine Stärkung der kompletten Branche.

„Bürokratie-Gutachten“ jetzt vorlegen

Weiterhin forderte Rentsch, dass das dringend notwendige und sogar bereits auf Initiative des Finanzausschusses des Bundestages im Mai 2017 durch das Bundesministerium der Finanzen beauftragte Gutachten zu Bürokratielasten im Finanzdienstleistungsbereich durch immer neue regulatorische Anforderungen der letzten Jahre nunmehr schnellstmöglich auf den Weg gebracht wird. Die Sparda-Gruppe lehnt es außerdem ab, dass die „IFRS“ für mittelständische Banken als Anforderung angelegt werden sollen. Das HGB bilde bereits jetzt insoweit eine sehr austarierte Rechtsgrundlage.

Richtige Regulierung ist echter Verbraucherschutz

Als grundsätzlich positives Beispiel, wann Regulierung das Ziel eines besseren Verbraucherschutzes und der Gewährleistung von Wettbewerbsfreiheit erreicht, führt Rentsch die Regeln über zertifizierte Vergleichswebseiten für Zahlungskonten ins Feld. An der Verordnung, deren Grundlagen im Zahlungskontengesetz aus dem Jahre 2016 gelegt wurden, wird derzeit gefeilt. Sie soll ab Ende Oktober 2018 ihre Wirkung entfalten. „Solche regulatorischen Vorgaben richtig umgesetzt, können wirklich dazu beitragen, dass Transparenz für den Verbraucher und neutrale Vergleichbarkeit der Ergebnisse auf entsprechenden Portalen gewährleistet wird, also nicht durch gekaufte Besserplatzierung oder versteckte Rankings Ergebnisse verfälscht werden. Sparda ist hier Anwalt der Privatkunden, Transparenz ist für uns Verpflichtung“, so Rentsch.

Forderung nach Ende der künstlichen Niedrigzinsphase

„Die maßgeblich seitens Politik und EZB gestalteten Rahmenbedingungen brauchen nunmehr dringend eine grundlegende Neujustierung. Eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik bis in alle Ewigkeit, obwohl die hierdurch erhofften Effekte längst nicht mehr zu generieren sind, ist sinnlos und belastet vor allem die solide und mit geringem Risiko wirtschaftenden kleinen und mittleren Banken über Gebühr“, so Rentsch. Um auch die Belange der kleinen und mittleren Banken in einem fairen Maße zu berücksichtigen, wiederholte Rentsch die Forderung nach einem Mittelstandsbeirat für LSI-Banken bei der EZB.

Entscheidende Schritte in die digitale Zukunft eingeleitet

„Die Sparda-Gruppe verfolgt ihre Digitalisierungsstrategie nach einem klaren Konzept, das von Professionalität und Weitsicht geprägt ist. Im Rahmen unserer „Drei-Wege-Strategie“ erarbeiten wir eine Zukunftsperspektive, die dem Kunden auch weiterhin solides und sicheres Banking garantiert, aber auch völlig neue Perspektiven eröffnen wird. Ein entscheidender Schritt in Sachen IT-Infrastruktur ist uns nun mit der Kooperation des IT-Dienstleisters SDV-IT mit T-Systems gelungen. Dieser Outsourcing-Deal betrifft die beiden Rechenzentren der SDV-IT, weitere Meilensteine in die digitale Zukunft der Sparda-Gruppe werden mittelfristig folgen. Wir werden unsere gute Ausgangslage mit einem treuen und zufriedenen Mitglieder- und Kundenstamm nutzen, um hierauf aufbauend auch in Zeiten, in denen Geschäftsmodelle sich an neue Entwicklungen anpassen müssen, ein attraktives Angebot genossenschaftlichen Bankings zu bieten.“

Über den Verband der Sparda-Banken:

Der Verband der Sparda-Banken e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Prüfungsverband im Sinne des Genossenschaftsgesetzes. Als „Stabsstelle“ ist er außerdem das Sprachrohr der Gruppe nach außen. Er betreut die rechtlich und wirtschaftlich eigenständigen zwölf Sparda-Banken sowie die anderen Mitgliedsunternehmen in genossenschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen, betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Angelegenheiten.

Über die Gruppe der Sparda-Gruppe:

Die Gruppe der Sparda-Banken besteht aus zwölf wirtschaftlich und rechtlich selbständigen Sparda-Banken in Deutschland sowie mehreren Service-Gesellschaften wie der Sparda-Datenverarbeitung eG und der Sparda-Consult Gesellschaft für Projekt- und Innovationsmanagement mbH. Mit insgesamt über 3,6 Mio. Mitgliedern und mehr als 4,2 Mio. Kunden gehören die Sparda-Banken zu den bedeutendsten Retailbanken in Deutschland. Die Sparda-Banken sind als genossenschaftliche Banken Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Quellenangaben

Textquelle:Verband der Sparda-Banken e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/76672/3918546
Newsroom:Verband der Sparda-Banken e.V.
Pressekontakt:Jascha Hausmann
Persönlicher Referent Vorstand

Verband der Sparda-Banken e.V.
Tower 185 – 17. Etage
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
60327 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0) 69 / 79 20 94 – 160
Fax: +49 (0) 69 / 79 20 94 – 190
Mobil: +49 (0) 151 / 725 08 418
EMail: jascha.hausmann@sparda-verband.de
http://www.sparda-verband.de
http://www.sparda.de
Vorstand: Florian Rentsch (Vorsitzender)
Uwe Sterz
(Wirtschaftsprüfer und Steuerberater)
Amtsgericht Frankfurt am Main – Vereinsregister VR 5221

Das könnte Sie auch interessieren:

Auctio Group mit der deutschen Marke Dechow Auktionen und … Hamburg (ots) - Durch die Fusion der Auktionsplattformen Auctio Group und Troostwijk Auctions & Valuations, beide mit Hauptsitz in den Niederlanden, entsteht die größte Auktionsplattform Europas. Zu Auctio gehören Dechow Auktionen mit Sitz in Hamburg, Karner & Dechow Auktionen in Österreich und BVA-Auctions in den Niederlanden als bekannteste Marken. Troostwijk Auctions & Valuations hat seinen deutschen Sitz in Köln. Zusammen bilden sie unter der Holding TBAuctions die größte europäische Online-Auktionsplattform. Die Unternehmen wollen durch die Fusion einen noch größeren internati...
Euler Hermes Rating bestätigt BBB Rating der Grammer AG Hamburg (ots) - Die Euler Hermes Rating GmbH bewertet die Bonität und Zukunftsfähigkeit der Grammer AG mit BBB. Für die kommenden zwölf Monate erwartet die Ratingagentur eine stabile Entwicklung des Ratings. Ausschlaggebend für das Rating sind aus Sicht der Agentur die starke Marktposition der Grammer AG im Segment Commercial Vehicles sowie die stetige Verbesserung der Marktposition im Segment Automotive. Positiv sieht Euler Hermes Rating in diesem Zusammenhang die gute Präsenz durch Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in den für die Automobilproduktion wichtigsten weltweiten Regionen an....
Interview: Sachwert-Experte und XOLARIS-Chef Stefan Klaile … München (ots) - Stefan Klaile, Gründer und Geschäftsführer XOLARIS Gruppe gibt im Interview Auskunft über den Markt der Sachwertinvestments und die Zukunft der XOLARIS Gruppe. Er erläutert, warum sich die Geschäfte mit institutionellen und privaten Investoren so verschieden entwickeln und welche Assetklassen besonders interessant sind. Herr Klaile, wie entwickelt sich der Markt für Sachwertinvestments, insbesondere Alternative Investmentvermögen (AIF)? Eignet er sich als Ergänzung zu Aktieninvestments, Renten und klassischen Immobilieninvestments? Stefan Klaile: Unbedingt. Das Zinsniveau wird ...
Start in den Job – das ist zu tun Frankfurt (ots) - Schulabschluss in der Tasche, Ausbildung in Sicht, Zeit zu feiern! Doch Achtung, mit dem neuen Lebensabschnitt kommt auch neue Verantwortung: Finanzen, Versicherung und Vorsorge - klingt kompliziert, muss es nicht sein. Die Experten der DVAG lassen junge Berufseinsteiger nicht allein und geben einen Überblick zu den wichtigsten Punkten. Mit der Ausbildung beginnt meist der Ernst des Lebens, denn mit dem Job wächst die Verantwortung: das erste Gehalt, eine eigene Wohnung, vielleicht sogar ein Auto. Plötzlich dreht sich sehr viel um Geld. Gleichzeitig kennen sich Jugendliche ei...
comdirect Anlage-Atlas: Deutsche zögern beim Aktienkauf Quickborn (ots) - Trotz geringer Aktienquote: Mehrheit der Deutschen zeigt grundsätzlich Interesse an Aktien - Große Diskrepanz zwischen Aktienneigung und -besitz insbesondere in Bayern und Hessen - In Brandenburg und Thüringen leben die meisten Aktienmuffel Der Großteil der Deutschen steht der Geldanlage mit Wertpapieren grundsätzlich offen gegenüber. Nur 19 Prozent haben kein oder nur ein geringes Interesse an Aktien. Trotzdem entscheiden sich viele derjenigen, die Aktien als sinnvoll für die Geldanlage erachten, nicht für den Schritt zum Aktionär. So herrscht in zahlreichen Regionen in der ...
Unternehmensbefragung 2018: Stimmung auf dem Kreditmarkt … Frankfurt am Main (ots) - - Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland erneut auf Allzeithoch - Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, auf Tiefststand - Bankkredite weiterhin wichtige Finanzierungsquelle, aber: weniger Unternehmen führen Kreditverhandlungen - Unternehmen sorgen sich um Fachkräftemangel und nachlassende Konjunktur Das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbä...
www.presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.