Jemen – humanitäre Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit

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Jemen – humanitäre Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit

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Bonn (ots) – Im Jemen erleben wir derzeit die größte humanitäre Krise der Welt – und trotzdem gehört das Land zu den „vergessenen Krisen“, fernab vom Interesse der Medien. Seit mehr als drei Jahren eskaliert die humanitäre Krise, verursacht durch gewaltsame Konflikte unterschiedlichster Gruppen. Die sich zuspitzende Gewalt hat viele Menschenleben gefordert und zu massiven Vertreibungen geführt.

Die Hauptlast liegt bei der Zivilbevölkerung: 22,2 Millionen Jemeniten benötigen jetzt humanitäre Hilfe. 2 Millionen Menschen sind im Jemen vor den Kämpfen in andere Regionen des Landes geflohen und leben unter verzweifelten Bedingungen. 190.000 Flüchtlinge haben sich in die Nachbarländer in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des UN-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben schätzungsweise 17,8 Millionen Menschen im Jemen nicht mehr ausreichend Nahrungsmittel, 16 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen und 16,4 Millionen haben keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung.

„Im Jemen ereignet sich eine humanitäre Katastrophe. Erst Bilder, wie die des Angriffs auf einen Schulbus mit vielen Toten und Verletzten, bringen diese Katastrophe kurzfristig zurück in unser Bewusstsein. Die Bevölkerung im Jemen leidet jedoch Tag für Tag“, sagt der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. „Wir dürfen diese Menschen nicht vergessen, sondern müssen aktiv werden. Umso dringender ist die Nothilfe für die Bevölkerung.“ Der UNHCR gehört zu den wenigen verbliebenen Hilfsorganisationen im Jemen und versorgt die Menschen mit lebenswichtiger Nothilfe. „So wie im Jemen leiden die Menschen auch im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, in Bangladesch/Myanmar und in Venezuela. Für diese Arbeit und um Menschenleben zu retten, bitten wir um Unterstützung“, so Ruhenstroth-Bauer.

Unterstützung: Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe Sparkasse Köln-Bonn IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 BIC: COLSDE33 Stichwort: Nothilfe Jemen

Weitere Information und Spenden online: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden-jemen-nothilfe/

Quellenangaben

Textquelle:UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/63012/4031164
Newsroom:UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Pressekontakt:Peter Ruhenstroth-Bauer
Tel. 0228-90 90 86-00
Ruhenstroth-Bauer@uno-fluechtlingshilfe.de

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