Fusion von Karstadt und Kaufhof
Weg mit dem Staub!
Hanna …

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Fusion von Karstadt und Kaufhof Weg mit dem Staub! Hanna …

3 min

Bielefeld (ots) – Wer sich mit der Zukunft des Einkaufens beschäftigt, fährt am besten mit der Rolltreppe ins Restaurant von Karstadt. Haben Sie lange nicht gemacht? Eben. Früher ging, wer in die Stadt fuhr, wie selbstverständlich in eine der oberen Etagen der Warenhäuser, aß Schnitzel oder Scholle. Heute sitzen dort ein paar Leute an den Tischen. Das Ambiente: eher Wiener Wald. Der Hippnessfaktor: beliebt allenfalls beim älteren Publikum. Warenhäuser, einst Zeichen glamourösen Aufschwungs, sind aus der Zeit gefallen. Aussterben müssen sie darum aber nicht. Das sollten sie auch nicht. Wegen der Mitarbeiter nicht. Und: Was ist schon eine Innenstadt ohne Schaufenster? Nun gehen Karstadt und Kaufhof zusammen. Doch Größe allein wird nicht reichen, damit die beiden mit ihrer 150 Jahre langen Tradition nicht verschwinden wie zuvor Hertie oder Horten. Dafür hat der Online-Handel die Konsumgewohnheiten zu sehr verändert. Einst ging man einkaufen: Obst, Gemüse, Milch. Und shoppen: das Kleid, den Rock, das Buch. Mittlerweile bestellt man von der Couch im Internet, was im Kühlschrank fehlt und was den Frust behebt. Öffnungszeiten? Muss man sich nicht mehr merken. Nur: Es fehlt das Bummeln, das Anfassen, das Einkaufserlebnis. Das bieten nur die Kaufhäuser vor Ort, die Läden. Es ist ihre Stärke, arbeiten müssen sie an ihrer Schwäche. Zu sehr waren Karstadt und Kaufhof über Jahre mit sich selbst beschäftigt. Dabei sind sich Handelsexperten einig, wie ein Geschäft mit Zukunft aussieht: Digitales Shopping wird mit dem analogen Laden verschmelzen. Berühmt: Die digitalen Spiegel, die zuerst in einer Modeboutique in Soho, dem Nobel-Shoppingviertel in New York, auftauchten. Kunden können Teile, die sie in die Kabine mitnehmen, einscannen. Sie erscheinen dann auf dem Spiegel, der mit Touch-Screen-Technologie ausgestattet ist. Denkbare Angebote darüber hinaus: Online bestellte Kleider werden im Geschäft probiert und zurückgeschickt, wenn sie nicht passen. Influencer, denen Jugendliche derzeit im Internet zuschauen, werden live auftreten. Für die Älteren wird es auf einer Etage eine Espressobar, auf einer anderen die Champagnerlounge geben, auch eine Ecke für Kochkurse. Es wird um mehr Hippness und schickes Ambiente zugleich gehen. Diese Verführung zum Kaufen muss man nicht gut finden, sie ist aber in der modernen Warenwelt nicht anders als in der alten. Der Name Warenhaus mag überholt sein, das Kaufhaus muss aber nicht aus der Mode kommen.

Quellenangaben

Textquelle:Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/65487/4058727
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