BKK VBU fordert: Impfung gegen Meningokokken B sollte …

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BKK VBU fordert: Impfung gegen Meningokokken B sollte …

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Berlin (ots) – Seit sechs Jahren wird mit dem Welt-Sepsis-Tag auf eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland aufmerksam gemacht: Blutvergiftung. Aus diesem Anlass fordert die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU), die Impfung gegen Meningokokken B zur Standardimpfung zu erklären. „Wir sollten alle Möglichkeiten der Prävention nutzen“, sagt Jens Hermes, Impfexperte der BKK VBU. Die BKK VBU übernimmt die Kosten der Impfung, auch wenn die Ständige Impfkommission sie noch nicht zur Regelimpfung erklärt hat.

Eine Blutvergiftung entsteht nicht immer nur durch eine Wunde, die sichtbar ist. Auch Infektionen wie z.B. eine Hirnhautentzündung können die Erkrankung auslösen. Hirnhautentzündungen sind heimtückisch: Sie beginnen wie ein normaler grippaler Infekt mit Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Dann aber geht es rasant. Die von Meningokokken-Bakterien ausgelöste Krankheit kann zwei bis vier Tage nach der Ansteckung innerhalb weniger Stunden zu einer lebensgefährlichen Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) oder eben einer Sepsis, also einer Blutvergiftung, führen. Da die ersten Anzeichen so unspezifisch sind, ist es auch für Ärzte schwer, früh eine Diagnose zu stellen. Übertragen werden die Bakterien durch Tröpfchen, das heißt beim Sprechen, Husten, Händeschütteln. Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche sind besonders gefährdet. In diesem Jahr endeten zwei Infektionen mit Meningokokken B bei Kita-Kindern in Deutschland sogar tödlich.

Seit 2013 gibt es in Deutschland einen Impfstoff gegen Meningokokken B. Die Ständige Impfkommission entschied, nicht allen Kindern die Immunisierung standardmäßig zu empfehlen. Begründung: Meningokokken-B-Erkrankungen führen zwar häufig zu schweren Verläufen, insgesamt sei die Krankheitslast in Deutschland aber niedrig und weiterhin abnehmend. Die Impfkommission will zunächst weiter Daten zu Sicherheit, Effektivität und Schutzdauer sichten.

Die BKK VBU übernimmt die Kosten für die Impfung gegen Meningokokken B. „Wenn es Impfstoffe gibt, sollten sie auch eingesetzt werden. Kein Kind sollte heutzutage an einer Infektion sterben, der man vorbeugen kann“, bekräftigt Hermes. „Solange die Impfung keine Regelimpfung ist, werden wir unseren Kundinnen und Kunden die Kosten dafür erstatten, wenn der Arzt dies empfiehlt.“ Die Impfung ist ab einem Alter von zwei Monaten möglich.

Quellenangaben

Textquelle:BKK VBU, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/60426/4059369
Newsroom:BKK VBU
Pressekontakt:Ellen Zimmermann
Pressesprecherin BKK VBU
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