Tag der Patientensicherheit: Asklepios Kliniken setzen auf …

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Tag der Patientensicherheit: Asklepios Kliniken setzen auf …

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– Neues, einfaches Konzept verbessert Sicherheit bei Gabe intravenöser Medikamente – Nach vier Wochen Erwartungen bereits übertroffen – Am 17. September ist Tag der Patientensicherheit

Die Asklepios Kliniken haben als erster großer Klinikbetreiber in Deutschland bundesweit das „Stop-Injekt Check“-Konzept (SIC) eingeführt. Dabei wird jede Medikamentengabe unmittelbar vor der Verabreichung noch ein weiteres, letztes Mal überprüft. Da Fehler bei der Medikamentenverabreichung zu den häufigsten überhaupt in Krankenhäusern zählen, wurde das bereits in Australien eingesetzte Konzept in allen Kliniken des Konzerns eingeführt. Nach vier Wochen zeigt die erste Evaluation sehr positive Ergebnisse – welche die Erwartungen der Experten sogar übertreffen.

„Ein bewusstes Innehalten unmittelbar vor einer intravenösen Medikamentengabe wird von den Befragten als äußerst sinnvolle Maßnahme anerkannt. 27 Prozent der Befragten gaben an, in ihrem Berufsleben schon einmal mit Fehlmedikationen oder beinahe Fehlmedikationen konfrontiert gewesen zu sein, die mit „Stop-Injekt Check“ hätten verhindert werden können“, berichtet Reiner Heuzeroth, Projektverantwortlicher für „Stop-Injekt Check“ und Risikomanager bei Asklepios im Konzernbereich Qualität. Gemeinsam mit Dr. Saskia Huckels-Baumgart und Dr. med. Marcus Rall hat er die Evaluation der Präventionsmaßnahme durchgeführt. Dr. Rall beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Patientensicherheit und hat das Institut für Patientensicherheit InPASS gegründet. Auch das Konzept stammt von ihm. „Wir glauben, dass durch die konsequente Anwendung unseres „Stop-Injekt Check“-Konzeptes tausende von Medikationsfehlern pro Jahr, mit zum Teil schwerwiegenden Folgen für die Patienten, vermieden werden können“, sagt Dr. Rall. Die Fehlermeldesysteme sind nach seiner Erfahrung voll mit Meldungen zu Fehlern und Beinaheschäden bei der Medikamentenverabreichung.

„Viele Pflegekräfte und Ärzte merken oft direkt nach der Verabreichung eines Medikamentes, dass sie wohl einen Fehler gemacht haben“, so Rall. Dann ist es aber zu spät, weil sich das Medikament bereits im Körper befindet und verbreitet. Hier setzt das neue Konzept an: Alle Mitarbeiter sollen kurz vor der Gabe des Medikamentes ein kurzes STOPP einlegen (Stop-Injekt!), dann nachdenken, ob ein Fehler vorliegen könnte, so dass dieser dann noch korrigiert werden kann (Check!). Das neue Konzept des „Stop-Injekt Check“ benötigt nur wenige Sekunden, kann dabei aber die Fehlerrate dramatisch reduzieren.

Asklepios hat das Konzept über den Konzernbereich Qualität flächendeckend in allen Kliniken ausgerollt. Dazu gab es eine breite Kommunikation, Informations- und Schulungsmaterialien sowie Poster und Aufkleber zur Unterstützung für die Umsetzung. Rechnet man die bei der Evaluation festgestellte Fehlervermeidungsrate auf ein Jahr in allen Kliniken hoch, zeigt sich ein enormes Potential zur Verhinderung von möglichen Patientenschäden. Im Fragebogen berichten die Mitarbeiter unter anderem: „In Stress-Situationen hält man einmal inne, um sich zu vergewissern, dass Medikament und Patient zusammenpassen“ oder „Man verinnerlicht diese Überprüfung, die auch bei anderen Anordnungen oder diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen sinnvoll ist.“

Die Expertin Huckels-Baumgart resümiert: „Die Evaluation zeigt, dass die neue Methode des SIC eine sehr hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern hat, gut und breit umgesetzt wird, und ein enormes Potential hat, die vielen tragischen Medikationsfehler schlagartig zu reduzieren“. Auch dem Personal kommt das Konzept zugute, worauf Reiner Heuzeroth hinweist: „Mitarbeiter, die sich für einen Medikationsfehler mit Schäden für den Patienten verantwortlich sehen, leiden oft selbst monate- oder jahrelang unter den Folgen mit Depressionen und anderen psychischen Folgen.“ So kann das neue Konzept nicht nur Schäden an Patienten verhindern, sondern auch die Mitarbeiter im Gesundheitswesen vor Folgeschäden schützen.

Quellenangaben

Textquelle:Asklepios Kliniken, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/65048/4061403
Newsroom:Asklepios Kliniken
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