Flüchtlingshilfsprogramme im Irak stark unterfinanziert

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Flüchtlingshilfsprogramme im Irak stark unterfinanziert

58 sec

Düsseldorf (ots) – Internationale Hilfsprogramme für syrische Flüchtlinge im Irak sind deutlich unterfinanziert. Nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag) unter Berufung auf ein Regierungspapier waren Ende vergangenen Jahres nur 45 Prozent der benötigten Summe von 229 Millionen Dollar von Geberzusagen gedeckt; in diesem Jahr seien es lediglich 11,5 Prozent des vom Flüchtlingshilfswerk errechneten Bedarfs von 227 Millionen Dollar. Die Bundesregierung habe sich entschieden, den Umfang ihrer humanitären Hilfe für den Irak von bislang 43,4 auf 70 Millionen Euro aufzustocken. Im Irak seien insgesamt rund 1,9 Millionen Menschen auf Ernährungshilfe angewiesen. Nach dem Bericht auf Anfrage der Linken leben rund 226.000 syrische Flüchtlinge in der Autonomen Kurdischen Region. „Über 60 Prozent von ihnen leben nicht in Lagern, sondern in sie aufnehmenden Gemeinden in der Region Kurdistan-Irak“, schreibt die Regierung. Die sozialen Beziehungen zur ortsansässigen kurdischen Bevölkerung seien gut. Viele Einwohner könnten aufgrund der eigenen, nicht lange zurückliegenden Erfahrung mit Flucht und Vertreibung die Situation der Flüchtlinge nachempfinden. Als Konsequenz forderte die Linken-Entwicklungsexpertin Helin-Evrim Sommer die Regierung zu einer Neuausrichtung ihrer Irakpolitik auf. „Die Bundesregierung sollte ihre bisherige Unterstützung für die kurdische Autonomieregion im Nordirak zu einer Entwicklungspartnerschaft aufwerten“, sagte Sommer. Im Unterschied zum Regime in Bagdad hätten sich die Kurden als „verlässliche Partner“ erwiesen.

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/4061920
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Junckers überflüssiger Zeitzonen-Schnellschuss Düsseldorf (ots) - Die EU ist berüchtigt für ihre Schwerfälligkeit und verschrien für ihre angebliche Bürgerferne. Man darf also vermuten, dass Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auch deshalb so begeistert die Gelegenheit ergriffen hat, ungewohnte Dynamik zu verbreiten, indem er holterdiepolter das Ende der Zeitumstellung ankündigte. Nach dem Motto: Jetzt machen wir endlich mal das, was die Bürger wollen! Wirklich? Zuvor hatte das Europaparlament über den umstrittenen Wechsel von Winter- zu Sommerzeit abstimmen lassen. Rund 4,6 Millionen Menschen haben sich beteiligt, darunter zwei Dritt...
Kommentar Der Rechtsstaat darf wehtun = Von Michael Bröcker Düsseldorf (ots) - Wenn das Grundgesetz die Leitkultur ist, wie es selbst Vertreter des linksliberalen Meinungsspektrums sagen, dann muss man die Paragrafen auch ernst nehmen. In der Asylfrage bedeutet das, dass Asyl gewährt wird, wenn Asylgründe vorliegen. Abgelehnte Asylbewerber müssen das Land verlassen. Wenn wir dies nicht hinbekommen, weil uns die Sorge vor der Konsequenz lähmt, weil das Gestrüpp von Sonderausnahmetatbeständen und Härtefällen so dicht geworden ist, dass kaum noch einer geht, dann wird dieses Land die Rechtsstaatskrise erst noch bekommen. Staatsversagen wäre dann Euphemism...
Bademeistermangel Bielefeld (ots) - Frei- und Hallenbäder sind ein wichtiger Teil der städtischen Daseinsvorsorge. Sie bietet Erholung und Freizeitvergnügen. Seit Jahren sparen die Kommunen hier, nicht nur an der Infrastruktur, sondern auch am Personal. Das rächt sich jetzt, zumal bei Bademeistern bald eine Pensionierungswelle droht. Dass kurzfristig drei Mitarbeiter gleichzeitig krank werden, kann man der Stadt Bad Salzuflen nicht ankreiden. Dass aber - wie in anderen Kommunen auch - die Personaldecke auf Kante genäht ist, schon. Es hat zwar schon ein Umdenken begonnen, wie die Ausbildungsanstrengungen in P...
Trumps großer Deal Düsseldorf (ots) - Es war mal wieder typisch für Donald Trump, dass er sich sogar schon für den Friedensnobelpreis ins Spiel gebracht hatte, noch bevor das geplante Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jon Un überhaupt stattgefunden hatte. Der Narzist im Weißen Haus glaubt felsenfest an seine Gabe für den großen Deal, an dem zuvor alle anderen gescheitert sind. Aber so einfach ist es eben nicht: Die gordischen Knoten der Weltpolitik zerschlägt auch ein Donald Trump nicht mal eben so. Die Möglichkeit, dass das historische Treffen an den sehr gegensätzlichen Vorstellungen beider Seiten sc...
Seehofer will neue Islamkonferenz erstmals im November … Düsseldorf (ots) - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will erstmals im November eine neu konzipierte Islamkonferenz einberufen. "Wir werden eine neue Islamkonferenz ins Leben rufen. Sie ist für November geplant", sagte Seehofer der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag). Er habe sich mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, bereits darüber unterhalten. Weitere Gespräche mit den anderen Dachverbänden seien geplant. Seehofer strebt nach eigenen Worten einen pragmatischen, neuen Ansatz für die Islamkonferenz an. "Wir wollen uns künftig weniger über theoretische und...
NSU war Bestandteil eines braunen Netzwerkes Straubing (ots) - Der "Nationalsozialistische Untergrund" war stets Bestandteil eines braunen Netzwerkes. Einer verschworenen Gruppe von Menschen in Deutschland, die auch heute noch Mord aus rassistischen Gründen gutheißen. Das Münchner Gericht konnte nur über die nachweisbare Schuld der fünf Angeklagten befinden. Die Herausforderung für Staatsanwaltschaft, Polizei und Verfassungsschutz, für Politik und Zivilgesellschaft ist es nun, im Kampf gegen rechtsradikale Gewalttäter in unserem Land nicht nachzulassen.QuellenangabenTextquelle: Straubinger Tagblatt, übermittelt durch news aktuellQuelle: ...
www.presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.