Kommentiert: Arm, alt, ohne Wohnung?

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Kommentiert: Arm, alt, ohne Wohnung?

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Berlin (ots) – Gentrifizierung und steigende Mieten haben nicht nur zur Folge, dass man an den Stadtrand zieht, weil man in der Innenstadt keine bezahlbare Wohnung mehr findet. Es heißt mittlerweile auch, dass man notgedrungen immer mehr zusammenrückt. Dies zeigt sich daran, dass derzeit jeder 14. Mensch in einer zu kleinen, überbelegten Wohnung lebt. Und weil Wohnen wie das meiste im Kapitalismus eine Frage des Geldes ist, sind von diesem Problem besonders Alleinerziehende und andere armutsgefährdete Personengruppen betroffen. Manch ein schlecht bezahlter Angestellter wird da noch seinen Nachbarn beneiden, der als Senior allein in einer größeren Wohnung lebt, während man selber nicht genug Geld hat, seinen Teenagerkindern jeweils ein eigenes Zimmer zu geben. Wer jedoch jetzt verlangt, Senioren sollen auf ihre alten Tage noch in eine WG ziehen, damit sie Wohnraum sparen, wird es spätestens im Alter bereuen. Denn so wie es ausschaut, wird es in den nächsten Jahren vor allem auch für Senioren immer schwerer werden, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Denn die Politik hat zweifach versagt: zum einen in der Wohnungsbaupolitik, weil nach Jahrzehnten der Privatisierung öffentlichen Bestandes Hunderttausende bezahlbare Wohnungen fehlen, während private Immobilienkonzerne ordentlich Kasse machen. Zum anderen, weil die Politik das Rentenniveau bisher immer weiter absinken lässt und so das Problem der Altersarmut verschärft.

Quellenangaben

Textquelle:neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/59019/4165911
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