Arzneimittelsicherheit und Verbraucherschutz im Kontext von Relevanz …

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Arzneimittelsicherheit und Verbraucherschutz im Kontext von Relevanz …

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München/Hamburg (ots) – In der heutigen Informationsflut fällt es mitunter schwer, (Alltags-)Risiken richtig einzuschätzen und zu bewerten. Dies gilt besonders dann, wenn es um das eigene Wohlergehen, bzw. die eigene Gesundheit geht. So führen z.B. Meldungen über verunreinigte Produkte pflanzlicher Herkunft häufig zu Irritationen bei Verbrauchern. Hier ist tatsächlich auch Vorsicht geboten, wenn z.B. Nahrungsergänzungsmittel aus unbekannten Quellen über das Internet bezogen werden.

Höchste Sicherheitsstandards für pflanzliche Arzneimittel aus deutschen Apotheken

Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka), die über deutsche Apotheken vertrieben werden, unterliegen dagegen umfangreichen Sicherheitsmechanismen. Neben hohen Hürden für den Marktzugang, z.B. in Form einer behördlichen Zulassung, müssen pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke strenge Qualitätsanforderungen erfüllen, die vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt reichen. Darüber hinaus erfolgt eine strikte und kontinuierliche Überwachung der auf dem Markt befindlichen Phytopharmaka sowie eine regelmäßige Anpassung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses an neue Erkenntnisse im Sinne eines Pharmakovigilanz-Systems, wie Prof. Dr. Robert Fürst, geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie, der Goethe-Universität Frankfurt, im Rahmen einer Pressekonferenz des KFN, am 16.01.2019 in Hamburg, erläutert.

Pyrrolizidinalkaloide in Johanniskraut-Präparaten – ein Risiko?

Aber auch im Falle von pflanzlichen Arzneimitteln aus der Apotheke, kommt es gelegentlich zu Meldungen, die Patienten und Verbraucher verunsichern. Beispielhaft seien an dieser Stelle Johanniskraut-Präparate genannt, die mit sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) verunreinigt sein können. Aktuelle Forschungsergebnisse einer Arbeitsgruppe unter der Federführung von Prof. Dr. Michael Koller, Leiter des Zentrums für Klinische Studien (ZKS) an der Universität Regensburg, schaffen hier Klarheit: Demzufolge ist ein durch Pyrrolizidinalkaloide bedingtes Risiko bei Johanniskraut-Arzneimitteln nicht zu befürchten, wie Prof. Koller im Rahmen der Pressekonferenz, anhand neuer Darstellungsformen für die medizinisch-pharmazeutische Risikobetrachtung, überzeugend darlegt.

Die richtige Abgrenzung von Risiko und Relevanz

Dr. Niklas Keller, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Simply Rational GmbH, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines grundlegenden Verständnisses des Risikobegriffes von Patienten und Verbrauchern. So empfiehlt es sich bei Meldungen zu relativen Risikosteigerungen oder -reduktionen immer einen Blick auf die zugrundeliegenden absoluten Zahlen zu werfen und immer dann, wenn Prozentangaben gemacht werden, die Frage zu stellen “Prozent von was?”. Erst so lässt sich die tatsächliche Relevanz eines vermeintlichen Risikos richtig einordnen.

Über das KFN

Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Vereinsziel ist die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um so die wissenschaftliche Begründung naturmedizinischer Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieses Ziel wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen, verwirklicht.

Quellenangaben

Textquelle:Komitee Forschung Naturmedizin e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/133388/4168613
Newsroom:Komitee Forschung Naturmedizin e.V.
Pressekontakt:Komitee Forschung Naturmedizin e.V.
Gudula Raab
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