Parzinger für maximale Transparenz über Provenienzforschung in …

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Parzinger für maximale Transparenz über Provenienzforschung in …

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Berlin (ots) – Hermann Parzinger, im Jahr 2015 einer der drei Gründungsintendanten des Humboldt-Forums in Berlin, hat sich für größtmögliche Offenheit im Umgang mit kolonialem Kulturerbe und in der Provenienzforschung ausgesprochen. “Wir wollen maximale Transparenz, erzählen die Geschichte der Exponate, auch und gerade der belasteten”, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Interview mit nd.DieWoche, der Wochenendausgabe der Tageszeitung “neues deutschland” (Samstagausgabe). “Objekte, die nachweislich unter Zwang angekauft oder geschenkt im Kontext von kriegerischen Handlungen oder anderen Verbrechen erpresst oder geraubt worden sind”, müssten an die Herkunftsländer oder die Nachfahren vormaliger Besitzer zurückgegeben werden, sagte der an der Freien Universität Berlin lehrende Prähistoriker. “Solche Objekte wollen wir ganz klar nicht in unseren Museen haben.” Man lege generell großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit Fachleuten aus den Herkunftsländern, so Parzinger. “Wir verwahren uns aber auch gegen Pauschalisierungen, dass alles in den völkerkundlichen Sammlungen gestohlen ist.”

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Zugleich fordert er für die Provenienzforschung mehr staatliche Unterstützung: “Wenn Provenienzforschung nur über Drittmittelprojekte und befristete Stellen finanziert wird und keine Anschlussprojekte geboten werden, geht enormes Wissen verloren. Wissen muss verstetigt werden.” Parzinger zeigte sich zuversichtlich, dass im November dieses Jahres die ersten Ausstellungen im ehemaligen Schloss der Hohenzollern in Berlin öffnen.

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Quellenangaben

Textquelle:neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/59019/4170058
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