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Martin Korte zum Wandel im Berufsleben

Hagen (ots) – Der Post-Chef übertreibt: Selbstverständlich wird nicht jeder, der in Zukunft einen Job beginnt, sich schon 10 bis 15 Jahren danach einen neuen suchen müssen. Bestimmte Aufgaben lassen sich nur schwer komplett “entmenschlichen”: Computer, Internet und Algorithmen können Pfleger, Lehrer, Polizisten zwar unterstützen, jedoch nicht ersetzen. Aber: Jeder, der jetzt eine neue berufliche Aufgabe beginnt, kann sicher sein, dass diese bereits in zehn Jahren ganz anders aussehen wird als heute. Und einige Beruf werden komplett von der Bildfläche verschwinden. Die Digitalisierung übt einen enormen Veränderungsdruck auf die gesamte Gesellschaft aus. Sind wir darauf gut vorbereitet? Nein! Unsere Behörden wirken vielfach mit den Instrumentarien der Vergangenheit, in der Wirtschaft (auch in Südwestfalen) gibt es noch Entscheider, die beim Stichwort Digitalisierung von einer Modeerscheinung sprechen. Die Bildung konzentriert sich eindimensional auf jüngere Menschen, die Infrastruktur ist lückenhaft, viele Politiker sind nicht im Bilde. Das alles ist keine Frage der Technik – sondern der Haltung.

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