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Martin Korte zum Raserurteil des BGH

Hagen (ots) – Dieses Urteil sollten sich alle Raser hinter die Ohren schreiben – oder von mir aus auch hinter ihren Schaltknüppel: Wer mit seinem Auto andere tötet, weil er vorsätzlich deutlich zu schnell über die Straßen hetzt, der muss in bestimmten Fällen mit einer Verurteilung als Mörder rechnen. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt bestätigt. Zwar handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung, relevant für zukünftige Fälle ist sie trotzdem. Denn das Gericht hat die kompromisslose Flucht des Verurteilten vor der Polizei als absichtliche Handlung gewertet, die eine Straftat verdecken sollte – und das gilt als Mordmerkmal. Noch immer sind viel zu viele Raser auf unseren Straßen unterwegs, noch immer liefern sich zu viele hirnlose Zeitgenossen illegale Autorennen. Wo die Vernunft keine Chance hat, da helfen als rigorose Abschreckung offenbar nur harte Strafen. Die Karlsruher Richter schaffen Klarheit. Raser, die das nicht verstehen, müssen ins Gefängnis – im schlimmsten Fall sogar lebenslänglich.

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