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Strukturdebatte IWH-Chef: Subventionen bremsen die Produktivität

Halle (ots) – Der Präsident des Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, sieht in staatlichen Subventionen eine Ursache für die niedrigere Produktivität ostdeutscher Unternehmen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). “Sind diese an die Bedingung geknüpft, Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen, steht das einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität im Weg und damit auch höheren Löhnen”, schreibt Gropp in einem Gastbeitrag für die Mitteldeutsche Zeitung. “Angesichts des Fachkräftemangels sollte Wirtschaftsförderung deshalb nicht versuchen, um jeden Preis Arbeitsplätze zu erhalten”, erklärte der IWH-Präsident. “Vielmehr sollte man sich darum kümmern, dass der Osten bei den Einkommen nach 30 Jahren endlich mit dem Westen gleichzieht.”

Darüber hinaus erneuerte Gropp seine Forderung nach einer stärkeren Förderung der Städte. “Mit einer guten Anbindung strahlt der wirtschaftliche Erfolg der Städte ins Land aus.” Vor wenigen Wochen hatte der IWH mit seiner Forderung eine Strukturdebatte ausgelöst und war unter anderem von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) scharf kritisiert worden.

Quellenangaben

Textquelle: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/47409/4236355
Newsroom: Mitteldeutsche Zeitung
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Hartmut Augustin
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