Neue Tatort-Kommissarin Gröschel: Bei mir zu Hause sieht’s aus wie …

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Neue Tatort-Kommissarin Gröschel: Bei mir zu Hause sieht’s aus wie …

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Osnabrück (ots) – Cornelia Gröschel: Bei mir zu Hause sieht’s aus wie im Hotel

Schauspielerin sieht sich als Perfektionistin – „Wäre im Leben nicht darauf gekommen, Tatort-Kommissarin in meiner Heimatstadt zu werden“

Osnabrück. Schauspielerin Cornelia Gröschel (31) bezeichnet sich als Perfektionistin – mit sichtbaren Folgen: „Zu Hause ist es bei mir immer aufgeräumt, also fast immer. Ich bin ja viel weg, und wenn ich dann ein Chaos hinterlasse, würde ich nach drei Wochen nichts mehr finden und auch nicht wissen, was noch wichtig ist und erledigt werden muss“, sagte Gröschel im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Deswegen hat bei mir wie in einem Hotel alles seinen festen Platz und muss auch an seinem Platz liegen. Nur dann kann ich bei meiner Rückkehr genau ansetzen, wo ich aufgehört habe.“

Gelegentlich stehe sie sich mit diesem Perfektionismus allerdings selbst im Weg, räumte die 31-Jährige ein: „Wenn ich besonders präzise bin, dann bin ich nicht besonders losgelassen. Das ist der Teil, wo ich noch Luft nach oben habe. Das Verrückte, das Loslassen, sich zu hundert Prozent hineinwerfen und alles um sich herum vergessen, das ist nicht so meine Art. Ich kann schlecht die Kontrolle bis ins letzte Detail abgeben.“

Dass sie am kommenden Sonntag (28.4.) erstmals als Tatort-Kommissarin in ihrer Geburtsstadt Dresden zu sehen ist, war für Gröschel eine der größten Überraschungen ihrer Karriere: „Ich wäre wohl in meinem ganzen Leben nicht auf die Idee gekommen, Tatort-Kommissarin zu werden, und dann auch noch in meiner Heimatstadt. Das ist so besonders und absurd, dass ich es mir einfach nicht hätte vorstellen können“.

Besonderen Wert legte die Schauspielerin bei der Vorbereitung darauf, die Waffe richtig zu halten: „Das war mir ganz wichtig. Wenn ich Kolleginnen und Kollegen im Fernsehen sehe, die die Waffe falsch halten, denke ich immer: Wie kannst du nur eine Polizistenrolle annehmen und nicht wissen, wie man eine Waffe hält? Wenigstens das. Wir machen sicher aus Unwissenheit vieles falsch, aber eine Waffe richtig zu halten sollte man einigermaßen hinkriegen.“ Verständnis äußerte Gröschel für ihre Vorgängerin Alwara Höfels und ihren Entschluss, aus dem Tatort auszusteigen: „Ich kenne sie nicht persönlich, glaube aber, in etwa zu wissen, was sie meint und kann das auch gut nachvollziehen. Die Drehbücher sind unheimlich ausschlaggebend für uns und unsere Vorbereitung. Wobei ich glaube, dass ein politischer Inhalt und eine sozialkritische Botschaft für sie etwas wichtiger gewesen sind als für mich.“ Nachholbedarf sieht die neue Kommissarin des Dresdner Tatorts in Sachen Lokalkolorit: „Ich würde schon gerne einen Hauch mehr Dresden-Bezug erzählen. Produktion, Regie, Drehbuchautor – es gibt niemanden, der Dresden kennt oder von dort kommt. Neulich habe ich mich mit einem Drehbuchautor unterhalten, der noch nie in Dresden war, aber einen Dresden-Tatort schreibt. Das heißt nicht, dass ich die Rolle auf Sächsisch spielen möchte, aber es darf durchaus mal Szenen geben, in die ein bisschen Dialekt reinrutscht.“ Als Zuschauerin bevorzugt die Schauspielerin eher die authentischen Sonntagskrimis im Ersten: „Münster ist nicht so mein Fall“. Ihr Favorit sei allerdings kein Tatort, sondern der Polizeiruf 110 aus Rostock: „Ich sehe Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau einfach total gern beim Spielen zu, und die letzte Folge war doch super. Ich mag aber auch Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner im Schwarzwald-Tatort, die unaufgeregte Authentizität der Fälle und Ermittler.“

Quellenangaben

Textquelle:Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/58964/4250284
Newsroom:Neue Osnabrücker Zeitung
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