“Hier ist es zu laut!”: Zahlen zum Verkehrslärm im Südwesten

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“Hier ist es zu laut!”: Zahlen zum Verkehrslärm im Südwesten

4 min

Baden-Baden (ots) –

www.nachrichten-heute.net:

Multimediales SWR Projekt / 310.200 Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz leiden unter Straßenverkehrslärm / Mitmach-Aktion ab 24. April

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Lärm kann nicht nur Stress, sondern auch Schlafstörungen und Herzkreislaufkrankheiten auslösen. Am internationalen Tag gegen den Lärm am 24. April startet der SWR daher auf swr.de/zulaut eine interaktive Mitmach-Aktion für Bewohner lauter Straßen. Der Ausgangspunkt: Insgesamt 310.200 Menschen leiden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz laut Umweltbundesamt unter nächtlichem Straßenverkehrslärm von mehr als 55 Dezibel. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft nächtlichen Straßenlärm von mehr als 45 Dezibel als gesundheitsgefährdend ein und empfiehlt einen entsprechenden Grenzwert.

Erhebungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz In Baden-Württemberg wohnen 76.300, in Rheinland-Pfalz 18.300 Menschen in Lagen mit einem nächtlichen Straßenverkehrslärm von über 60 Dezibel. Tagsüber ist der Verkehrslärm noch lauter: In Baden-Württemberg halten sich 63.000 Personen an Orten mit einem Straßenverkehrslärm von mehr als 70 Dezibel auf, in Rheinland-Pfalz sind es 15.900.

Lärmsanierung als freiwillige Leistung

Nächtlicher Lärm von mehr als 55 Dezibel gilt als gesundheitsgefährdend, doch es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Schutz vor Straßenlärm. Für bestehende Straßen gibt es keinen Grenzwert. Wenn ein sogenannter Auslösewert überschritten wird, kann eine Lärmsanierung durchgeführt werden. Der Bund stellt für die Lärmsanierung an Bundesautobahnen und Bundesstraßen jährlich ca. 65 Millionen Euro zur Verfügung. Zwischen 1978 und 2015 waren das insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Diese Leistung ist jedoch freiwillig und damit abhängig von der Haushaltslage. Das Umweltbundesamt fordert einen gesetzlichen Anspruch auf Lärmsanierung.

Mitmach-Aktion

Zuschauer, Hörer und User können ab 24. April unter swr.de/zulaut die Ergebnisse eigener Messungen, z. B. mit dafür geeigneten Apps angeben und Videos von der Verkehrssituation hochladen. Die Messwerte, Kommentare und Videoclips wird SWR Online dann auf einer interaktiven Karte vom Südwesten ebenfalls auf swr.de/zulaut veröffentlichen. Über ein Online-Formular auf www.swr.de/zulaut können alle den Hilferuf “Hier ist es zu laut!” an das Redaktionsteam schicken. Auch das Hochladen eines Videos über den vor dem Fenster vorbeirauschenden Verkehr ist möglich. Den Krach kann jeder mit Handy-Apps messen, die ebenfalls auf www.swr.de/zulaut vorgestellt werden. Außerdem gibt es auf der Webseite eine Anleitung, wie man am besten kalibriert und misst. Der Dezibel-Wert, ein Kommentar dazu, der genaue Messort, das Datum und die Uhrzeit können in das Online-Formular eingetragen werden. Alle Hilferufe werden in den nächsten Wochen auf einer interaktiven Karte vermerkt und online abrufbar sein.

Der Auftakt zum Themenschwerpunkt im Fernsehen und Radio Die SWR Fachredaktionen Wissen, Umwelt & Ernährung und Auto berichten vom 24. April bis 30. Oktober 2019 über das Thema. Am internationalen Tag gegen Lärm beschäftigen sich im SWR Fernsehen die Nachrichten “SWR Aktuell”, “Kaffee oder Tee” und “Landesschau Baden-Württemberg” mit dem Thema Straßenlärm, ebenso wie die Hörfunkprogramme SWR4 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie SWR1.

Weitere Infos unter:

www.swr.de/zulaut http://x.swr.de/s/hieristzulaut

und unter:

https://www.facebook.com/SWRFernsehen/

Fotos über www.ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/4252664
Newsroom:SWR - Südwestrundfunk
Pressekontakt:Grit Krüger
Tel. 07221 929 22285

grit.krüger@SWR.de

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