“Nachtcafé: Musik ist mein Leben”

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“Nachtcafé: Musik ist mein Leben”

7 min

Baden-Baden (ots) –

Musik macht gute Laune, bewegt und rührt manchmal auch zu Tränen – und Musik verbindet: Ob im Chor, im Fußballstadion oder bei einem Rockkonzert. Musik hat sogar heilende Fähigkeiten, denn Musiktherapie kann helfen, Depressionen und Angstzustände zu lindern. Auch Alzheimerpatienten, die ihre eigenen Verwandten nicht mehr erkennen, erinnern sich beim Hören von alten Liedern plötzlich an ganze Texte und singen glücklich mit. Oft hilft Musik auch in traurigen Zeiten: Bei der Trauer um einen geliebten Menschen wecken die gemeinsamen Lieblingslieder Erinnerungen und spenden Trost. Für manche hat Musik aber eine noch größere Bedeutung: Musik ist ihr Leben. Einige können ihre Leidenschaft zum Beruf machen und mit Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten. Was kann Musik alles leisten und woher rührt ihre Kraft? Was verbindet alle Arten von Musik – von Klassik bis Heavy Metal? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im “Nachtcafé: Musik ist mein Leben” am Freitag, 24. Mai, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im “Nachtcafé”:

Konstantin Wecker nutzt die Musik für gesellschaftspolitische Statements Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht Konstantin Wecker auf der Bühne – und mischt sich ein. Seine Musik und seine häufig politischen Texte begleiteten ihn in den Zeiten des großen Erfolges ebenso wie in Zeiten, in denen weniger Weckers Lieder als seine Drogensucht für Schlagzeilen sorgte. Doch wichtig war ihm immer die Botschaft seiner Musik: “Gerade in der heutigen Zeit merke ich noch deutlicher als früher, wie wichtig die Kunst als Mittel zum Mut machen ist.”

Wolfgang Niedecken singt als Frontmann in der Kölner Band BAP Wolfgang Niedecken, Frontmann der Kölschrocker BAP, wuchs in einem Haushalt auf, in dem vor allem eine Musikrichtung gehört wurde: Schlager. Doch “instinktiv hat man gemerkt, dass das mit den Schlagern irgendwie nicht die Lösung war.” Als er später die Musik der Beatles, die Texte Bob Dylans und die Rebellion der Rolling Stones für sich entdeckte, öffnete sich ihm ein neues musikalisches Universum, das sein Leben und sein musikalisches Schaffen nachhaltig prägte.

Solomia Lukyanets träumt von einer Zukunft als Opernsängerin Musik hat Solomia Lukyanets bereits im Mutterleib begleitet, als ihre Mutter ihr klassische Musik vorspielte. Mit drei Jahren stand sie das erste Mal bei einem Gesangswettbewerb auf der Bühne und schnell war klar, dass es für sie keine Alternative zur Musik gibt: “Das ist für mich mein Wunsch, mein Ziel, meine Berufung, mein zukünftiger Beruf.” Einen Plan B gibt es nicht, daher richtet die 18-Jährige ihr ganzes Leben auf dieses Ziel aus.

Stefan Schmidt leitet seit zehn Jahren den Berliner Straßenchor Stefan Schmidt feierte als Konzertpianist weltweit Erfolge, bis eine Herzmuskelentzündung seine Karriere beendete – ein Wendepunkt. Denn als er nach einiger Zeit wieder musizierte, spürte er den Wunsch, sich sozial zu engagieren und die Kraft der Musik dafür zu nutzen, Menschen am Rande der Gesellschaft wieder eine Perspektive zu geben. Der Berliner Straßenchor wurde sein Herzensprojekt für sozial benachteiligte Menschen: “Die müssen spüren, dass sie ernst genommen werden.”

Natalie Röder verarbeitet die Trauer über den Tod ihrer Tochter musikalisch Obwohl sie leidenschaftliche Musikerin ist, war es für Natalie Röder fast ein Jahr lang unmöglich Musik zu machen und zu hören, nachdem Sie im sechsten Schwangerschaftsmonat ihr Kind verlor. “Es war sehr still, nachdem mein Kind gestorben ist.” Doch schließlich fand die Musik wieder einen Weg in ihr Leben – auf ungewöhnliche Weise: Gemeinsam mit ihrem Mann verarbeitete sie den schmerzhaften Verlust mit ihrer Heavy-Metal-Band.

Rami Basisah nutzt seine Geige als Symbol der Hoffnung Als Rami Basisah im Jahr 2015 vor dem syrischen Bürgerkrieg floh, nahm er nur einen Rucksack mit – und seine Geige. Das Instrument wurde auf seiner sechswöchigen Flucht nach Deutschland zum Symbol der Hoffnung für ihn und andere: “Wenn die Leute traurig oder müde oder verzweifelt sind, dann macht die Musik einen Unterschied.” Für den 25-Jährigen öffnete die Musik Türen und schenkte ihm einen ganz besonderen Neuanfang.

Prof. Dr. Stefan Kölsch ist als Neurowissenschaftler und Musikpsychologe tätig Musik – das ist für den Neurowissenschaftler und Psychologen Prof. Dr. Stefan Kölsch klar – ist etwas ganz Besonderes: “Wenn man fragt, was unterscheidet den Menschen vom Tier, dann sage ich: Musik.” Die sozialen Aspekte des gemeinsamen Musizierens sind dabei ebenso wichtig wie die positiven Auswirkungen der Musik auf Körper und Geist. Denn Musik macht gesund und hält jung, davon ist der Musikpsychologe überzeugt.

“Nachtcafé” – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das “Nachtcafé” ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

“Nachtcafé: Musik ist mein Leben” am Freitag, 24. Mai 2019, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Weitere Informationen unter: http://swr.li/nachtcafémusikistmeinleben

Fotos über www.ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/4277170
Newsroom:SWR - Südwestrundfunk
Pressekontakt:Grit Krüger
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