So stark schwanken die Preise in deutschen Hallenbädern

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So stark schwanken die Preise in deutschen Hallenbädern

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Noch ist das Wetter nicht warm genug, um ins Freibad zu gehen. Wer nicht aufs Schwimmen verzichten möchte, muss das Hallenbad besuchen. Je nachdem, in welcher deutschen Stadt das Hallenbad steht, ist das ein teures Vergnügen. In einigen Städten können sich die Badbesucher freuen, denn sie müssen gar nichts für den Eintritt ins städtische Hallenbad bezahlen. Welche Stadt in Deutschland ist besonders großzügig und wo lassen sich die Stadtväter den Besuch im Hallenbad teuer bezahlen?

Ein großer Unterschied

Schwimmen ist der wohl gesündeste Sport, den es gibt und daher sind in den Schwimmbädern der Republik Menschen in jedem Alter zu finden, die dort ihre Bahnen ziehen. Die Ausstattung der Hallenbäder ist mehr oder weniger gleich, was aber den großen Unterschied ausmacht, das sind die Eintrittspreise. Sicher gibt es moderne Hallenbäder mit allem Komfort für die Besucher, aber die meisten Bäder sind schon in die Jahre gekommen. Trotzdem kann es passieren, dass das moderne Hallenbad günstiger ist als ein altes Hallenbad, das viel Komfort vermissen lässt. Komplett kostenlos können die Badegäste im Karlsruher Hallenbad Grötzingen schwimmen. Günstig ist es auch in Mannheim und in Augsburg, wo die Badegäste nur 3,70 Euro für einen ganzen Badetag bezahlen. Gleich sechs Hallenbäder teilen sich mit jeweils vier Euro Eintritt den dritten Platz: Wuppertal, Duisburg, Münster, Essen, Dortmund, Leipzig und Bonn.

Die teuren Bäder – alles Luxus?

Wer in Mönchengladbach wohnt und dort ins Hallenbad gehen möchte, muss für den Besuch 8,40 Euro bezahlen. Auf dem zweiten Platz ist die Hansestadt Hamburg mit 6,20 Euro zu finden. Den dritten Platz sicherte sich die deutsche Hauptstadt, denn dort kostet der Besuch im Hallenbad immer noch stolze 5,50 Euro. Während die Berliner zwischen 36 und die Hamburger zwischen 21 Schwimmbädern wählen können, gibt es im teuren Mönchengladbach nur zwei Hallenbäder. Das Bad in Mönchengladbach ist zwar ordentlich, aber kein Luxusbad, das einen so hohen Eintritt rechtfertigen würde. In den Städten, in denen es viele Schwimmbäder zur Auswahl gibt, schwanken die Preise für den Eintritt. Seltsam ist dabei, dass alle Bäder den gleichen Betreiber haben: die jeweilige Stadt.

Die Alternativen zum teuren Hallenbad

Wem die Eintrittspreise in den städtischen Hallenbädern zu hoch sind, der kann in vielen Städten auch in ein sogenanntes Spaßbad gehen. Diese Bäder sind vielfach in privater Hand und bieten neben viel Komfort auch viele Extras: Lange Rutschen, Whirlpools, Gegenstromanlagen und Wellenbecken, Sauna und Massagen. Hier sind die höheren Preise gerechtfertigt, in einem einfachen Hallenbad, das in den 1970er Jahren erbaut wurde, aber nicht. Wenn es schwimmen im kleinen Rahmen sein soll, ist es immer eine gute Wahl, in der Stadt ein Hotel zu suchen, das ein eigenes Schwimmbad hat.

Dass viele Städte und Gemeinde chronisch klamm sind, wenn es um die Finanzen geht, ist bekannt. Ob es jedoch eine so gute Idee ist, die Preise für einen Besuch im Hallenbad ständig nach oben zu korrigieren, ist allerdings fraglich. Selbst im teuren München ist ein Besuch im „Müller’schen“ Volksbad mit 4,80 Euro noch 3,60 Euro günstiger als in der rheinischen Provinz Mönchengladbach. Besser haben es da die passionierten Schwimmer in Stuttgart und Köln, sie können unter elf Bädern wählen.

Bild: © Depositphotos.com / Deerphoto

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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