50 Jahre Internet: So war das mit der ersten deutschen E-Mail

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50 Jahre Internet: So war das mit der ersten deutschen E-Mail

4 min

Potsdam (ots) –

www.nachrichten-heute.net:

Am 29. Oktober feiert das Internet seinen 50. Geburtstag. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Erfolg war die Erfindung der E-Mail durch Ray Tomlinson Anfang der siebziger Jahre. Die erste E-Mail in Deutschland kam am 3. August 1984 in Karlsruhe bei Professor Werner Zorn (77) an, der 2001 ans Hasso-Plattner-Institut (HPI) berufen wurde. In ihr heißt Laura Breeden vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston den deutschen Wissenschaftler und seinen Mitarbeiter Michael Rotert im damaligen CSNET willkommen.

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Bis auf die E-Mail-Adresse gebe es zu heutigen E-Mails keine so großen Unterschiede, sagt Professor Zorn im Gespräch. “1984 gab es einfach noch keine übergreifende Domänen-Adressierung, sodass jedes der außerhalb Deutschlands existierenden Computernetzwerke andere Formate hatte. Bei Mail-Kommunikation über Netzgrenzen hinweg ergaben sich zum Teil so lange und komplizierte Zeichenfolgen, dass diese als “Adress-Symphonien” bezeichnet wurden.” Im CSNET – einem Vorläufer des Internets – hätte er damals die schöne Adresse zorn@germany gehabt – “aber es gab damals eben einfach noch nicht so viele Nutzer.”

Das vollständige Interview mit Professor Zorn, in dem er beschreibt, wie es überhaupt zur ersten deutschen E-Mail kam und wie sich diese von heutigen E-Mails unterscheidet finden Sie unter: http://ots.de/Pc5dnI

Über Prof. Werner Zorn

Professor Werner Zorn ist ein deutscher Informatiker und Internet-Pionier, der von 2001 – 2007 das Fachgebiet Kommunikationssysteme am Hasso-Plattner-Institut (HPI) leitete. Er verfügt seit Jahrzehnten über enge Verbindungen zu China und war 1987 und in den folgenden Jahren maßgeblich daran beteiligt, China an das Internet anzuschließen. Prof. Zorn wurde 2006 für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 2013 in die Internet Hall of Fame aufgenommen. 2014 verlieh ihm die chinesische Regierung den Friendship Award, seit 2016 ist er Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Beim Erhalt der ersten deutschen E-Mail 1984 war er Professor und Leiter der Informatik-Rechnerabteilung an der Universität Karlsruhe. Die erste E-Mail war Teil des Projekts “Interkonnektion von Netzen” im Verbundprojekt “Deutsches Forschungsnetz”.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang “IT-Systems Engineering” bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 550 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health”, “Data Engineering” und “Cybersecurity” können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/KAY HERSCHELMANN
Textquelle:HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/22537/4409475
Newsroom:HPI Hasso-Plattner-Institut
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Tel. 0331 5509-119
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und Friederike Treuer
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