Unvergessliche Tage in den amerikanischen Baseball-Stadien

Unvergessliche Tage in den amerikanischen Baseball-Stadien

Die Vereinigten Staaten von Amerika: Ein Land, das für seine sportlichen Erfolge bekannt ist. Die Teams aus den Profiliegen der vier großen Nationalsportarten Eishockey, Basketball, Football und Baseball zählen zu den Angesehensten der Welt und locken Woche für Woche zehntausende Fans in ihre Stadien und noch weit mehr vor den Fernseher.

Gleichwohl hierzulande der American Football die größte Beliebtheit unter besagten Sportarten verzeichnet, führt im Mutterland USA Baseball diese Liste mit Abstand an. Mit mehr als 70 Millionen Zuschauern in jeder Saison ist die Major League Baseball die meistbesuchte Sportliga weltweit. Grund genug also für eingefleischte Anhänger des Ballspiels, den Vereinigten Staaten einen Besuch abzustatten und die atemberaubende Stadionatmosphäre hautnah zu erleben.

Spielplan und Einreisebestimmungen

Die Baseball-Saison startet in jedem Jahr Ende März oder Anfang April und dauert bis in den September bzw. die ersten Oktobertage an. In diesem Zeitraum bestreiten die dreißig Teams der Liga je 162 reguläre Spielpartien. Sodann, nach dem ersten Sonntag des Oktobers, beginnen die Play-offs, in denen die zehn erfolgreichsten Mannschaften um den Einzug in die Meisterschaft spielen, der World Series. Hier treten die Sieger aus der American League und der National League gegeneinander an, in der Hoffnung, vier der maximal sieben Finalspiele zu gewinnen und sich den MLB-Titel zu sichern.

Wer sich diese Spiele vor Ort ansehen möchte, benötigt für die Einreise in die USA kein Visum. Es genügt die vereinfachte Beantragung einer ESTA-Bescheinigung, z.B. auf https://www.estas.de/,  solange der Aufenthalt 90 Tage nicht überschreitet.

Die glorreichen Teams

40 Gewinne in der American League und 27 Siege bei der World Series. Die New York Yankees stehen für den Inbegriff des erfolgreichen Baseball-Teams, wenngleich der letzte dieser Titel bereits zehn Jahre zurückliegt. Seit 2009 finden deren Spiele im neu errichteten, beinahe 50 000 Zuschauer fassenden Yankee Stadium im Süden der Bronx statt.

Wer bei seinem Trip in die USA Sport mit Kultur und Geschichte verbinden möchte, der hat die Wahl zwischen der Hauptstadt Washington D.C. und dem altehrwürdigen Boston. Im 2008 von Präsident Bush eingeweihten Nationals Park tragen die Washington Nationals ihre Spiele aus. Als erstes Stadion der USA erhielt es die LEED-Zertifikation, eine Auszeichnung für ressourcenschonende und umweltfreundliche Bauwerke. Sportlicher Höhepunkt der Nationals ist der erstmalige Gewinn der Ligameisterschaft in der zurückliegenden Saison 2019. Auf treue Anhänger können die Boston Red Sox blicken, deren Fans sich über das gesamte Staatsgebiet der USA verteilen. Spielstätte ist der über hundert Jahre alte Fenway Park, der als erhaltenswertes Denkmal im Nationalverzeichnis historischer Orte eingetragen ist.

Von der Ostküste in den Mittleren Westen. Zwischen unendlich weiten Ackerflächen und dem majestätischen Mississippi liegen hier die Metropolen Chicago, St. Louis und Kansas City. Das bekannteste Team aus dieser Region sind sicherlich die Chicago White Sox, vermutlich auch zu einem kleinen Teil der Tatsache geschuldet, dass der frühere US-Präsident Barack Obama deren glühender Anhänger ist. Dreimal konnten sich die Spieler den Titel der World Series ergattern, zuletzt 2005. Ebenso zählen die St. Louis Cardinals und die Kansas City Royals zu den populären Teams der Central Division. Erstere erhielten ihren Namen wegen ihrer kardinalsroten Spieluniform. In Anlehnung daran ziert seit 1922 der Rotkardinal deren Trikots. Konträr dazu laufen die Royals in Königsblau auf. Zuletzt konnten sie 2015 den Meistertitel für sich gewinnen.

Bild: @ depositphotos.com / 103tnn

Gabi Klein