Betreiber warnt vor Minen auf AKW-Gelände in Saporischschja

Saporischschja: Die Lage an Europas größtem Atomkraftwerk Saporischschja in der verschlechtert sich nach Angaben der staatlichen ukrainischen Betreibergesellschaft Energoatom zunehmend. “Die Besatzer bringen mehr Truppen und militärische Fahrzeuge auf das Gelände des Kernkraftwerks”, sagte Energoatom-Präsident Petro Kotin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

“Die Situation der Ausrüstung und des Personals verschlechtert sich.” Die russischen Truppen hätten auf den Dächern der sechs Reaktorgebäude automatische installiert. “Die Besatzer haben viele Landminen in der Peripherie und auf dem Gelände des Kraftwerks verlegt”, sagte Kotin. “Es gibt dort viele , Füchse, Wildschweine oder Hunde, deswegen kommt es immer wieder zu Explosionen, die zu Schäden führen.”

Das Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine besteht aus sechs Kraftwerksblöcken. Im März vergangenen Jahres wurde es von russischen Streitkräften erobert, seitdem gibt es immer wieder Befürchtungen, Kampfhandlungen könnten zu einer nuklearen führen. In Friedenszeiten arbeiten auf dem weitläufigen Gelände bis zu 12.000 Menschen, die in der am Kraftwerk gelegenen Stadt Enerhodar leben. Diese Stadt wird derzeit von den russischen Streitkräften teilweise evakuiert.

“Bislang läuft die Evakuierung nach meinen Informationen nicht besonders erfolgreich. Es sind nur wenige Menschen aus der Stadt herausgebracht worden”, sagte Kotin. “Wir haben Teams von Spezialisten, die bereit sind, die Kontrolle über die Anlage zu übernehmen. Aber die Übergangsphase kann sehr gefährlich werden, wenn sie die Leute vom Kraftwerk abziehen, ehe unsere Spezialisten drin sind. Unser müsste auch umfangreiche Entminungs-Maßnahmen durchführen.”

Quellenangaben

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch dts Nachrichtenagentur
Bildhinweis: Atomkraftwerk

Kontakt:

Newsroom: dts Nachrichtenagentur
Pressekontakt: Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Mansfelder Straße 56

06108 Halle (Saale)

Deutschland

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
×