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Verarbeitendes Gewerbe im März 2020: Auftragsbestand -0,9 % saisonbereinigt zum Vormonat

Wiesbaden (ots) –

Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe März 2020 -0,9 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt) Reichweite des Auftragsbestands: 5,8 Monate

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2020 saison- und kalenderbereinigt 0,9 % niedriger als im Vormonat. Dabei gingen die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Februar 2020 um 1,3 % zurück. Der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 0,6 %. Die Corona-Pandemie hatte im März 2020 damit noch keine deutlichen Effekte auf den Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Insbesondere zeigen die Daten an, dass die Industriebetriebe im März insgesamt keine außergewöhnlich umfangreichen Auftragsstornierungen registriert haben.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragsbestand im März 2020 um 0,2 % niedriger als im Februar 2020. Bei den Herstellern von Investitionsgütern ging er um 1,1 % zurück. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 2,2 % höher als im Februar 2020.

Die Reichweite des Auftragsbestands betrug im März 2020 im Verarbeitenden Gewerbe wie im Vormonat 5,8 Monate. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag die Reichweite des Auftragsbestands im März 2020 bei 3,0 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug sie 8,0 Monate und im Bereich der Konsumgüter 2,3 Monate. In allen genannten Bereichen lagen die Reichweiten auf dem Niveau des Vormonates.

Die Ergebnisse zum Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe – auch aufgeschlüsselt nach Branchen – sind neben weiteren Indikatoren zur Einordnung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch auf der Sonderseite “Corona-Statistiken” im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Methodische Hinweise:

Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz pro Monat im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Die Daten zum Auftragsbestand basieren auf den Volumenindizes des Auftragsbestands im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes, saison- und kalenderbereinigt mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Der Auftragsbestand wird in der Gliederung der “Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)” erfasst und ausgewertet. Dabei wird der Auftragsbestand wie der Auftragseingang nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes erhoben.

Ergebnisse in tiefer Gliederung können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden (42155-0004 Auftragsbestandsindizes und 42113-0001 Reichweiten des Auftragsbestandes).

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:

Konjunkturerhebungen im Verarbeitenden Gewerbe, Telefon: +49 (0) 611 / 75 28 06, www.destatis.de/kontakt

Quellenangaben

Textquelle:Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
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