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Zeit mit Plänen verschenkt

Berlin (ots) – Kurzform:

Radabstellplätze sind an etlichen Bahnstationen in Berlin Mangelware. Nun bestätigt es auch eine Analyse der landeseigenen Radplanungsgesellschaft Infravelo. Aber was nützt all das? Mehr als diese Erkenntnis hätten sich viele Berliner über greifbare Veränderungen und neue Radbügel an den Stationen gefreut. Ein Vorteil ist, dass auf Grundlage der Analyse nun nicht mehr grob geschätzt werden muss, welche Parkinfrastruktur für Radfahrer jeweils nötig ist. Doch es wurden wertvolle Zeit und Kapazität verschenkt. Schon 2018 hat die Analyse der Bahnhöfe begonnen. Erst zwei Jahre später liegen die ersten Potenzialanalysen vor, ohne dass es schon groß Radparkanlagen gäbe. Statt Untersuchungen hätten die Bahnhöfe mit den ärgsten Problemen sofort angepackt werden müssen. Die fallen einem auch ohne Analyse ein.

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Der vollständige Kommentar:

Es ist einer dieser nervigen Momente als Radfahrer: Eigentlich wollte man schon längst am Gleis sein, um die nächste Bahn zu erwischen. Stattdessen sucht man rund um die Station alle Fahrradbügel und Laternen ab, ob sich nicht doch noch irgendwo ein freier Platz versteckt, um das Gefährt sicher anzuschließen. Radabstellplätze, das weiß jeder Radfahrer nur zu gut, sind an etlichen Bahnstationen in Berlin Mangelware. Nun bestätigt es auch eine Analyse der landeseigenen Radplanungsgesellschaft Infravelo. Aber was nützt all das?, fragt sich mancher Radfahrer. Denn mehr als diese Erkenntnis hätten sich viele Berliner zwischenzeitlich über greifbare Veränderungen und neue Radbügel an den Stationen gefreut. Tatsächlich ist der Bedarf eklatant. Die großangelegte Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass alleine an den bislang untersuchten 73 Bahnhöfen 17.000 zusätzliche Stellplätze bis 2030 von Nöten sind. Das sind doppelt so viele wie heute zur Verfügung stehen. An den noch nicht betrachteten Haltestellen wird die Nachfrage nach einem Ort zum Abschließen des eigenen Rads nicht geringer sein. Ein Vorteil ist, dass auf Grundlage der Analyse nun nicht mehr grob geschätzt werden muss, welche Parkinfrastruktur für Radfahrer jeweils nötig ist. Aber all jenen Radfahrern, die heute schon täglich nicht wissen, wohin mit ihrem Fahrrad, hilft das leider wenig. Stattdessen wurden wertvolle Zeit und Kapazität verschenkt. Schon 2018 hat die Analyse der Bahnhöfe begonnen. Erst zwei Jahre später liegen die ersten Potenzialanalysen vor, ohne dass es schon groß Radparkanlagen gäbe. Statt Untersuchungen hätten die Bahnhöfe mit den ärgsten Problemen sofort angepackt werden müssen. Die fallen einem auch ohne Analyse ein.

Quellenangaben

Textquelle:BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/53614/4649162
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