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Betreuungsquote unter dreijähriger Kinder: Landkreise in Sachsen-Anhalt bundesweit …

Wiesbaden (ots) – Mit einem neuen interaktiven Kartenangebot zeigen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die Betreuungssituation von Kindern unterschiedlicher Altersgruppen in den Stadt- und Landkreisen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es zum Stichtag 1. März 2019 in Sachsen-Anhalt die bundesweit höchsten Betreuungsquoten unter dreijähriger Kinder: An der Spitze lag der Landkreis Börde mit 62,4 %, gefolgt vom Landkreis Wittenberg (62,3 %) und dem Salzlandkreis (62,2 %). Bei den zweijährigen Kindern hatte die kreisfreie Stadt Rostock mit 99,0 % die höchste Betreuungsquote, bei den einjährigen Kindern der Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg mit 84,5 %. Alle Ergebnisse aus dem neuen Kartenangebot stehen zum Download bereit und sind für eigene Analysen nutzbar.

Große Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Kreisen

In 68 der 77 ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte (einschließlich Berlin) wurden mehr als die Hälfte aller Kinder unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung (z. B. Kindertagesstätte) oder in Tagespflege (z. B. Tagesmutter oder -vater) betreut. Dagegen wurde die 50 %-Marke in keinem westdeutschen Kreis erreicht. In den westdeutschen Bundesländern gab es die höchsten Betreuungsquoten in den Städten Hamburg (46,6 %), gefolgt von Heidelberg (46,1 %) und Freiburg im Breisgau (44,2 %).

Regionale Unterschiede auch bei den Einzelaltersjahren

Bei den Kindern im Alter von zwei Jahren hatten 73 von 77 ostdeutschen Kreisen eine Betreuungsquote von mindestens 80 %, das heißt, vier von fünf Zweijährigen besuchten eine Kindertageseinrichtung oder Tagespflege. Dieser Wert wurde in Westdeutschland in 9 der insgesamt 324 Kreise erreicht, angeführt vom Landkreis Südliche Weinstraße (85,2 %), Mainz-Bingen (83,8 %) und dem Donnersbergkreis (82,4 %) in Rheinland-Pfalz. Die bundesweit höchsten Anteile an zweijährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es in der Stadt Rostock (99,0 %), im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland (95,8 %) und im Saale-Orla-Kreis in Thüringen (95,0 %).

Bei den einjährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote am 1. März 2019 in allen Kreisen bei über 50 %. Dagegen gab es insgesamt nur 4 westdeutsche Landkreise und kreisfreie Städte mit einer entsprechend hohen Quote, nämlich die Städte Hamburg (57,4 %) und Heidelberg (57,3 %), der Landkreis München (51,7 %) und die Stadt Freiburg im Breisgau (51,1 %). Die bundesweit höchsten Quoten bei den einjährigen Kindern wiesen der Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg (84,5 %), der Landkreis Wittenberg (84,0 %) und die Stadt Rostock (82,2 %) auf.

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter einem Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in Ostdeutschland bei 3,0 % und in Westdeutschland bei 1,7 %.

Weitere Informationen

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung (zum Beispiel Betreuungsquoten für drei- bis unter sechsjährige Kinder, Personal in Kindertageseinrichtungen, Anteil betreuter Kinder in Ganztagsbetreuung) zum Stichtag 1. März 2019 stehen als interaktive Karten und Download-Dateien für alle 401 Stadt- und Landkreise in Deutschland zur Verfügung.

Ergebnisse zur Kindertagesbetreuung unter Dreijähriger auf Länderebene zum Stichtag 1. März 2019 hat das Statistische Bundesamt in der Pressemitteilung Nr. 379/19 vom 26. September 2019 veröffentlicht.

Weitere methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Daten für die Berichtsjahre ab 2007 können in der Regionaldatenbank (Tabellen 22541 und 22543) für Deutschland abgerufen werden.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:

Kinder- und Jugendhilfe, Telefon: +49 (0) 611 / 75 84 26 www.destatis.de/kontakt

Quellenangaben

Textquelle: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/32102/4684028
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