Stressreport 2019: Beschäftigte brauchen Handlungsspielräume

standard
Beitragsbild vergrößern

Dortmund (ots) – Die Arbeitsanforderungen von Beschäftigten in Deutschland sind weiterhin hoch. Zugleich zeigen sich Trends zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort. Während etwa zwei von drei Beschäftigten ihre Arbeit planen und einteilen können, hat weniger als jeder Dritte Einfluss auf die Arbeitsmenge, mit abnehmender Tendenz. Etwa jeder siebte Beschäftigte (15 Prozent) sieht seinen Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht an. Bei den genannten Beschwerden haben Schlafstörungen und Erschöpfung als Anzeichen gestörter Erholung zugenommen. Dies und mehr zeigt der Stressreport 2019, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht hat. Dabei geht der Stressreport 2019 dezidiert auf Schlüsselfaktoren der belastungsgünstigen Arbeitsgestaltung ein.

“Eine gute Gestaltung der Arbeit trägt wesentlich zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bei”, sagt Isabel Rothe, Präsidentin der BAuA. “Dazu sind die Arbeitsanforderungen, wie Arbeitsmenge und Arbeitszeit, angemessen zu steuern. Zudem brauchen die Beschäftigten ausreichende Handlungsspielräume, um ihre Aufgaben zu bewältigen. Wichtige Kraftquellen sind dabei auch eine gute Erholung von der Arbeit sowie die Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzte.”

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 23.10.2020 / Affiliate Links * / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen

So zeigt der Stressreport, dass die Arbeitsintensität für rund die Hälfte der Beschäftigten seit einigen Jahren unverändert hoch ist. Etwa die Hälfte der befragten abhängig Beschäftigten gibt an, häufig von starkem Termin- oder Leistungsdruck betroffen zu sein. Zugleich verringern sich bei einem Teil der Beschäftigten – auch vor dem Hintergrund digitaler Steuerungssysteme – die Handlungsspielräume. Dies trägt offensichtlich auch bei, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei diesen Beschäftigten eher zunehmen.

80 Prozent der Befragten geben an von ihren Kollegen und 60 Prozent von ihrem Vorgesetzten unterstützt zu werden. Die Belastung der Führungskräfte selber ist, beispielsweise durch ortsflexible Arbeit und überlange Arbeitszeiten, oft sehr hoch. Dabei ist die Rolle der Vorgesetzten als Unterstützer immer dann besonders wichtig, wenn Organisationsveränderungen oder neue Aufgaben zu bewältigen sind.

Im Trend ist Arbeit immer weniger an feste Zeiten und Arbeitsplätze gebunden. So berichtet beispielsweise fast jeder fünfte Erwerbstätige, in Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst zu arbeiten. Haben Beschäftigte zeitliche Handlungsspielräume, geht das häufig auch mit einer besseren Gesundheit einher. Arbeitszeit sollte für Beschäftigte planbar und vorhersehbar sein. Etwa jeder vierte Beschäftigte arbeitet laut Stressreport ortsflexibel, was mit Dienstreisen, Auswärtsübernachtungen oder wechselnden Arbeitsorten verbunden ist. Mobil beziehungsweise ortsflexibel Tätige berichten – im Vergleich zu den übrigen Beschäftigten – seltener, dass ihnen die Trennung zwischen Arbeit- und Privatleben gelingt.

So haben seit 2012 auch Erholungsbeeinträchtigungen zugenommen. Immerhin gibt etwa jeder dritte Beschäftigte lange oder überlange Arbeitszeiten an. Von häufiger Müdigkeit berichtet fast die Hälfte und von häufigen Schlafstörungen fast ein Drittel der Beschäftigten. Über körperliche Erschöpfung klagen zudem aktuell 37 Prozent, über emotionale Erschöpfung mehr als ein Viertel der Beschäftigten und 22 Prozent der Befragten geben an, von der Arbeit häufig nicht abschalten zu können.

Tätigkeiten, die von hohen Arbeitsanforderungen geprägt sind und gleichzeitig eher geringe Handlungsspielräume aufweisen, haben besondere Gestaltungsanforderungen. Der Stressreport legt hier ein besonderes Augenmerk auf Tätigkeiten im Gesundheitsbereich und in den Logistikberufen.

Mit dem Stressreport 2019 liefert die BAuA Daten und Fakten zum Thema psychische Gesundheit für die Debatte in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Grundlage des Stressreports 2019 ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018, für die mehr als 20.000 Erwerbstätige befragt wurden. Ausgewertet wurde im Vergleich zu den Erwerbstätigenbefragungen von 2006 und 2012. Zudem flossen auch Daten aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2017 sowie der BAuA-Studie zur Mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA) ein.

Die BAuA bringt den Stressreport sowie ihre Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in die “Offensive Psychische Gesundheit” ein, die gemeinsam vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragen wird. Ihr Startschuss fällt am 5. Oktober in Berlin. In diesem Rahmen leistet die BAuA mit ihren Erkenntnissen zur menschengerechten Gestaltung von Arbeit einen wichtigen Beitrag und trägt zur Vernetzung der vorhandenen Präventionsangebote zur psychischen Gesundheit bei.

“Stressreport Deutschland 2019. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden”; Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2020; 1. Auflage; 225 Seiten; ISBN: 978-3-88261-259-2; DOI: 10.21934/baua:bericht20191007. Den Stressreport gibt es im PDF-Format zum Herunterladen im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen (http://www.baua.de/publikationen).

Direkter Link: www.baua.de/dok/8824662 (http://www.baua.de/dok/8824662).

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 700 Beschäftigte.

www.baua.de (http://www.baua.de)

Heute 12% sparen!
Medisana RM 100 FFP2/KN 95 Atemschutzmaske Staubmaske Atemmaske 3-lagige Staubschutzmaske Mundschutzmaske 10 Stück einzelverpackt im PE-Beutel *
  • Schutzklasse FFP2/KN 95: Unsere filtrierenden Halbmasken filtern sowohl die eingeatmete sowie die ausgeatmete Luft und dient somit als Eigen- und Fremdschutz
  • Effizientes 3-Schicht-Filtersystem: Spunbond, Meltbond, Nonwoven – Hochgradige Filterung von 95% aller Partikel in der Luft
  • Hygienische Einzelverpackung: Die Einzelverpackung verhindert die Verunreinigung der Maske vor dem Gebrauch. In der Packung befinden sich 10 einzelverpackte Schutzmasken inklusive Clip
  • Optimale Passform: Die V-Form mit Nasenkontur und Ohrschlaufe mit elastischem Band bieten einen hohen Tragekomfort und sorgen für einen perfekten Sitz
  • Geprüft und gemäß der Norm EN 149:2001 + A1:2009; Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung
Jiandi, 10er-Pack, KN95 / FFP2 5-Lagen- Mundschutzmaske Atemschutzmaske *
  • LEISTUNG: KN95 und FFP2 beziehen sich auf die chinesischen und europäischen Standards für Filtermasken. Diese Maske hat mehrere K95-Markierungen, wurde jedoch zusätzlich nach der europäischen FFP2-Norm getestet, von einer EU-benannten Stelle (Nummer 0370) gemäß der EU-FFP2-Norm EN 149: 2001 + A1: 2009 bewertet und genehmigt. Die Dokumentation der benannten Stelle kann unter dem Produktbild heruntergeladen werden.
  • SCHUTZDESIGN: Zusätzlich zu Tröpfchen und Spritzern filtern die 5 Schichten dieser Masken mindestens 94% der in der Luft suspendierten Partikel
  • SICHERES DESIGN: Das eingebaute weiche, verstellbare Nasenclip- und Cup-Design bietet Komfort und Sicherheit durch die sichere Passform für das Gesicht der meisten Erwachsenen. Die 5 Schichten werden mit einem Verfahren an Ort und Stelle gehalten, bei dem alle 5 Schichten zusammengedrückt werden, um die maximale Filtrationsfähigkeit der Maske zu gewährleisten. Diese sollten nicht mit Löchern verwechselt werden.
  • PAKET: Das Paket enthält 10 Einweg-Atemschutzgeräte mit FFP2-Zertifizierung. Dies sind Einwegmasken für Erwachsene.
SIMPLECASE FFP2 Maske, Atemschutzmaske, Partikelfiltermaske, EU CE Zertifiziert von Offiziell benannter Stelle CE2834 - 40 Stück, WEIß MS-2004-20212 *
  • FFP2 Maske, Filtert über 94% der Wasserhaltiger und Ölhaltiger Aerisole sowie Feinstaub
  • Nach EN149:2001+A1:2009 CE Zertifiziert von EU Benannter Stelle CE 2834
  • Schützt Sie und Ihre Umgebung gegen Aerosole, Feinstaub und andere Partikel
  • Verpackungsabmessungen (L x B x H): 20.0 x 15.0 x 25.0 Zm

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 23.10.2020 / Affiliate Links * / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen

Quellenangaben

Textquelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/103969/4722085
Newsroom: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Pressekontakt: Jörg Feldmann
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe 6.1
Pressearbeit
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel.: 0231 9071-2330
E-Mail: presse@baua.bund.de
www.baua.de
Presseportal