Vision Zero 2020: Die Zeit ist reif zum Handeln

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München (ots) – Am 20. Oktober 2020 findet das 6. Interdisziplinäre Symposium der Reihe Innovations in Oncology unter dem Titel “Vision Zero. Die Neuvermessung der Onkologie” statt. Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. veranstaltet die Fachkonferenz unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Neben der Prävention von Krebs liegt der Fokus auf der Therapie bei Entitäten mit hohen Erkrankungszahlen: Darmkrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs. Der neue interdisziplinäre Patientenworkshop rückt die Sichtweise von Betroffenen stärker in den Vordergrund.

Rund jeder zweite in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Diese gewaltige gesellschaftliche und medizinische Herausforderung, die die Hälfte von uns betrifft und ein Viertel von uns frühzeitig sterben lässt, versuchen wir aber nur mit einem Fünfzehntel unserer Gesundheitsaufwendungen zu bekämpfen. Von diesen ca. 6,5 Prozent der Ausgaben stecken wir bisher so gut wie nichts in Prävention! Und nur relativ wenig in die Frühdiagnostik. Das Gros fließt in die Behandlung von Patienten.

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Nach heutigem Kenntnisstand könnten bis zur Hälfte aller Krebserkrankungen durch Prävention und Früherkennung vermieden werden. Aber es wird nicht das getan, was getan werden könnte, um diese drastische Reduzierung der Krebserkrankungen zu erreichen. Neben der Genetik beeinflussen besonders der Lebensstil sowie Umweltfaktoren die Entstehung einer Krebserkrankung.

Beim 6. Interdisziplinären Symposium Vision Zero wird es jedoch nicht um die äußeren Einflussfaktoren gehen, die zu einer Krebsentstehung beitragen können: Welchen Beitrag können dagegen Mediziner für die Prävention und Therapie von Krebs leisten? Denn geht man davon aus, dass es ein gewisses Grundrisiko für eine Krebserkrankung gibt, dann sollte die Diagnostik so gestaltet werden, dass das Krebsgeschehen so früh wie möglich erkannt und analysiert werden kann.

Vision Zero: Ein gesellschaftliches Commitment gegen den Tod durch Krebs

Krebs findet meist nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern in der Familie, in Kliniken und Hospizen. Die jährlichen rund 500.000 Neuerkrankungen sind nicht sichtbar und die gewaltige Zahl kaum greifbar. Man stelle sich vor, wir würden für jeden Todesfall durch Krebs ein Kreuz an einer deutschen Autobahn aufstellen, dann stände allein für das Jahr 2020 alle 57 Meter ein Kreuz.

Das Symposium setzt sich ein für die Idee, keinen einzigen Krebstoten mehr akzeptieren zu wollen. Um dieser Vision nahe zu kommen, gilt es jeden Stein umzudrehen: den Lebensstil, die Präventionsangebote, die (frühe) Diagnostik, die Therapie, die Ursachenforschung, den Studienstandort Deutschland. Das Symposium bringt Vordenker und deren neue Ideen zusammen und diskutiert die nötigen Veränderungen, Studien und noch offene Fragen, um eine massive Reduktion der Anzahl der Krebstoten in Deutschland zu erreichen.

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) statt. Kooperationspartner sind in diesem Jahr die Charité Berlin, die Uniklinik Köln, das Klinikum der LMU München, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg, das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), die Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren (addz), das Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO), das Nationale Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs, der Verein Vision Zero, die Felix Burda Stiftung, die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa), die Nationale Dekade gegen Krebs. BILD wird das Symposium medial begleiten.

Internationale Experten

Die neuesten Erkenntnisse und Best-Practice Ansätze werden von Wissenschaftlern und Medizinern aus Deutschland, den Niederlanden und Israel vorgestellt. Vertreter aus Politik, Industrie und Gesellschaft diskutieren zu Digitalisierung, Patientensicherheit, sowie Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.

Neu in diesem Jahr ist ein Patientenworkshop, der am Vortag der Veranstaltung stattfinden wird und auf dem Patientenvertreter zum Thema “Patientensicherheit und Patient Empowerment” diskutieren werden. Die Ergebnisse sollen im Anschluss am 20. Oktober auf dem Symposium vorgestellt werden.

Live Stream für alle Interessierten

Das ursprünglich für Juni in Berlin geplante Symposium wird zusätzlich im Internet gestreamt, sodass die Vorträge bundesweit verfolgt und eine höhere Zahl an Teilnehmern erreicht werden können.

Unter www.vision-zero-2020.de (http://www.vision-zero-2020.de) finden Interessierte alle weiteren Informationen zur Veranstaltung, darunter auch die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung.

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Quellenangaben

Textquelle: Vision Zero c/o Netzwerk gegen Darmkrebs e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/148842/4726843
Newsroom: Vision Zero c/o Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
Pressekontakt: Kathrin Schmid-Bodynek

Leitung der Geschäftsstelle Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.

Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
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