Nordrheins Ärztepräsident rechnet mit Verdopplung der Intensivpatienten bis Ende November

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Düsseldorf (ots) – Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, rechnet damit, dass Intensivstationen einen massiven Anstieg der Patientenzahlen erleben werden, der das System auf die Probe stellt. Henke sagte der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Montag): “Noch in diesem Monat dürften sich die Belegungszahlen bundesweit von mehr als 3000 auf über 6000 verdoppeln.” Für NRW rechnet er damit, dass die Zahl der Intensivpatienten bis Monatsende auf mehr als 1500 steigen werde.

Auf die Frage, ob die von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verlangte vorhandene Reserve in den Krankenhäusern ausreiche, sagte Henke: “Wenn es die denn überall gäbe. Wir werden noch einmal neu über dieses Thema reden müssen, weil nur ein Teil der Krankenhäuser diese Kapazitäten tatsächlich freihält. Ganz viele Kolleginnen und Kollegen schildern mir, dass auf den Intensivstationen und den Normalstationen Vollbetrieb herrscht und nur wenig gezielt freigehalten wird.” Da müsse man mit Ausgleichszahlungen nachsteuern.

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Den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), im Notfall auch erkranktes Personal unter Schutzvorkehrungen einzusetzen, lehnte er ab: “Wenn wir Infizierte zur Arbeit heranziehen, werden viele Beschäftigte im Gesundheitssystem hinwerfen, weil sie sich schlicht dem dann massiv gestiegenen Risiko nicht mehr aussetzen wollen.” Die Äußerungen des Ministers wiesen aber auf ein Problem hin: “Mit der Quarantäne im sensiblen Krankenhausbereich wird so konsequent umgegangen, dass wir schon bei einer Infektion im Team sehr viele Kontaktpersonen gleich in Quarantäne schicken. So etwas lässt ein System kollabieren”, sagte Henke.

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Quellenangaben

Textquelle: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/30621/4763574
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