Niedersachsen-Metall: Ein Drittel der Arbeitsplätze in Gefahr

standard
Beitragsbild vergrößern

Osnabrück (ots) – Niedersachsen-Metall: Ein Drittel der Arbeitsplätze in Gefahr

Hauptgeschäftsführer Schmidt: Technologieführerschaft auf dem Spiel – Forderung nach Luftfahrtfonds

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 30.11.2020 / Affiliate Links * / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen

Die Darstellung der Produkte wurde mit dem Plugin AAWP umgesetzt.

Osnabrück. Laut Niedersachsen-Metall-Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt halten sich viele Betriebe der Luftfahrtindustrie in Niedersachsen nur aufgrund von Kurzarbeit über Wasser. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) warnte er im Nachgang eines ersten Krisengipfels mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU): “Es steht in dieser Zeit nicht mehr und nicht weniger als die Technologieführerschaft einer Hightech-Branche auf dem Spiel.”

Mehr als 30.000 Arbeitsplätze in Niedersachsen gehen laut Niedersachsen-Metall-Hauptgeschäftsführer auf diese Branche zurück. Ein Drittel dieser Mitarbeiter läuft laut Schmidt Gefahr, ihren Job aufgrund der coronabedingten Umsatzausfälle zu verlieren. “90 Prozent unserer Betriebe waren vor Corona kerngesund aufgestellt. Jetzt verzeichnen 70 Prozent von ihnen Liquiditätsengpässe. Wenn wir am Luftfahrtstandort Norddeutschland auch in Zukunft Cockpits ausrüsten und nicht nur die Toilettendeckel für die Flugzeuge bauen wollen, dann ist die Bundesregierung gefordert, unsere mittelständischen Zulieferer gezielt zu unterstützen”, betonte Schmidt.

Als richtigen Weg sieht er einen Luftfahrtfonds, um die Eigenkapitalausstattung der Betriebe zu verbessern. Damit helfe man hochinnovativen Unternehmen und halte die Wertschöpfung in Niedersachsen, argumentiert der Niedersachsen-Metall-Hauptgeschäftsführer.

Insgesamt geht Schmidt davon aus, dass die Durststrecke in der Branche zwischen drei und fünf Jahren dauern könnte. Langfristig in Gefahr sieht er die Luftfahrtindustrie in Niedersachsen aber nicht. “Die Branche hat bewiesen, dass sie Krisen meistern kann. Diese ist jedoch zu groß, als dass Unternehmen ohne Hilfen zurechtkommen könnten.”

Quellenangaben

Textquelle: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/58964/4764783
Newsroom: Neue Osnabrücker Zeitung
Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Presseportal