“Wir in den 80ern und 90ern! So war’s im Südwesten”

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Baden-Baden (ots) – Die 80er im Südwesten waren wild, schräg, punkig und poppig. Das Jahrzehnt der unmöglichen Mode, Frisuren und Musik. Aber es war auch politisch, kreativ und vor allem: innovativ. In den 90er-Jahren spielte die Wiedervereinigung eine wichtige Rolle im Leben Vieler. Es war ein Jahrzehnt zwischen Spaß und Aufbruchstimmung mit dem Gefühl, dass alles möglich ist. Das unterhaltsame SWR “Timetainment”-Format “Wir in den…” lässt in zwei neuen Folgen Prominente zurück in ein Jahrzehnt blicken, das sie besonders geprägt hat. Die Kamera besucht Menschen aus der Region erneut, die damals etwas Besonderes erlebt oder geleistet haben. “Wir in den 80ern! So war’s im Südwesten” ist zu sehen am Sonntag, 27. Dezember um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen und “Wir in den 90er! So war’s im Südwesten” am Mittwoch, 6. Januar 2021 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

“Wir in den 80ern!” – ein Jahrzehnt voll Freiheit, Aufbruch und Musik

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In den 1980ern gründen sich in Karlsruhe die Grünen, Proteste formieren sich gegen die Lagerung amerikanischer Raketen im Südwesten, Michael Jackson kommt zum Hockenheimring. Aerobic, Breakdance und der Walkman waren voll im Trend. Und: Die Mauer fällt! Prominente wie Thomas Anders, Julia Neigel, Pierre M. Krause, oder Evi Seibert lassen ihre ganz persönlichen 1980er im Südwesten Revue passieren. Außerdem besucht die Sendung Menschen, über die das Fernsehen damals berichtet hat, heute erneut.

Friedensaktivist aus Esslingen, Skateboard-Profi aus Freiburg

Friedensaktivist Klaus Pfisterer aus Esslingen hat in den 80er Jahren, als der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreichte, aus Protest gegen die Aufrüstung eine 108 Kilometer lange Menschenkette von Stuttgart nach Ulm mit 400 000 Menschen mitorganisiert. Dass sie zustande kam, bezeichnet er noch heute als den größten Erfolg seines Lebens. Skateboard-Profi und damaliger “Bordsteinschreck” Jörg Finger aus Freiburg trat 1989 bei der Weltmeisterschaft im Freestyle an. Heute, nach vielen Jahren, stellt er sich erneut aufs Brett.

Videothek aus Freiburg, Punkrock aus Leutenbach bei Heilbronn

Raimund Brengartner hat 1982 zusammen mit seiner Mutter in Freiburg eine Videothek eröffnet. “Das war Goldgräberstimmung”, erinnert er sich – und er hatte Erfolg. 2016 musste er jedoch seine Videothek schließen, Streaming-Dienste ersetzten das Ausleihgeschäft. Auch die Musik prägt das Jahrzehnt, auch viele Bands und Musiker*innen aus dem Südwesten: Modern Talking, Camouflage, Hubert Kah und Peter Schilling. Der Punk eroberte ebenfalls die Region. Lars Besa aus Leutenbach bei Heilbronn gründete “Normahl”, heute die älteste Punkrock-Band Deutschlands. Punk ist für ihn immer noch eine Lebenseinstellung.

“Wir in den 90ern!” – jetzt weht der “Wind of Change”

In den 1990er Jahren begeistert die Wiedervereinigung ganz Deutschland, Kellner*innen im Schwarzwald sprechen auf einmal Sächsisch und Prinzessin Diana stirbt bei einem Autounfall. zweite Golfkrieg treibt die Menschen auf die Straße, der FCK wird deutscher Meister, das Handy revolutioniert die Kommunikation. Durch die Stuttgarter Band “Die Fantastischen Vier” wird Hip Hop in Deutschland populär und im Hunsrück entflammt mit dem Festival “Nature One” die Techno-Euphorie. Neben Pierre M. Krause erinnern sich Judith Pinnow, Regina Halmich und Özcan Cosar an diese Zeit zurück.

“Wessis” und “Ossis” in Speyer, der erste Tätowierer in Trier, Model aus Karlsruhe

Kathrin Walter kommt aus der DDR damals in die Bundesrepublik. Sie findet zunächst Aufnahme bei Verwandten in Heidelberg und dann in Ramstein. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem “Wessi” und ihren zwei Kindern in Speyer. Mit Oliver Lonien blickt einer der ersten Tätowierer aus Trier auf die 1990er Jahre zurück. Damals erlebt diese Körperkunstform einen Riesenboom. Monique Koller ist 1995 gerade mal 16 Jahre alt, als sie in einer Disco in ihrer Heimatstadt Karlsruhe angesprochen wird, ob sie sich vorstellen könnte als Model zu arbeiten. Aus Neugier geht sie zu “Gesicht 95” und wird in ihrer Region auch ausgewählt. Dieses “Abenteuer” prägt ihr ganzes weiteres Leben.

Raver im Hunsrück und ein Karlsruher Rapper gegen Rassismus

80.000 Raver, die friedlich auf der Wiese tagelang nach Technomusik tanzen und Spaß haben: Nickolaus Schär zieht mit “Nature One” in den Hunsrück auf die Raketenbasis Pydna und zelebriert seit 1995 eines der größten Festivals für elektronische Tanzmusik. Als Pionier erinnert er sich. Ebenso Toyin Tayler, heute Trooper Da Don aus Karlsruhe: An der Grund- und Hauptschule Rheinstetten engagiert er sich gegen den wachsenden Rassismus Anfang der 90er Jahre. Er rappt in einem Schulprojekt-Video gegen die rechten Tendenzen in ganz Deutschland. Und erzählt wie er die Gesellschaft heute sieht.

Sendungen:

“Wir in den 80ern! So war’s im Südwesten”, Sonntag, 27. Dezember 2020, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen.

“Wir in den 90ern! So war’s im Südwesten”, Mittwoch, 6. Januar 2021, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen.

Informationen und Bilder unter: http://swr.li/so-wars-im-suedwesten

Fotos unter www.ARD-foto.de (http://www.ARD-foto.de/)

Pressekontakt SWR: Grit Krüger, grit.krueger@swr.de (mailto:grit.krueger@swr.de)

Quellenangaben

Bildquelle: obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/7169/4764798
Newsroom: SWR - Südwestrundfunk
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Daniela.Kress@SWR.de (mailto:Daniela.Kress@SWR.de) und Grit Krüger
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