FW-GL: Trotz Absperrung und Warnung – Jugendlicher bricht nachts im Bensberger See ein

polizeimeldungen

14.02.2021 – 02:09

Feuerwehr Bergisch Gladbach

Das Absperrband und die Warnungen der letzten Tage haben heute Nacht einen 16-jährigen Jugendlichen nicht davon abgehalten, die Eisfläche auf dem Bensberger See an der Saaler Mühle im Stadtteil Kippekausen von Bergisch Gladbach zu betreten.

Gegen 0:14 Uhr wurde der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises über Notruf 112 gemeldet, dass eine Person ins Eis eingebrochen sei. Die Leitstelle entsandte daraufhin umgehend die beiden Feuerwachen 1 und 2, den Löschzug Refrath, den Einsatzführungsdienst (B-Dienst) sowie drei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich der betroffene Jugendliche durchnässt ans Ufer einer der beiden Inseln gerettet. Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen ausgerüstet mit Überlebensanzügen und dem Eisrettungsschlitten über die Eisfläche zu dem Betroffenen vor. Auch dabei brach mehrfach das Eis. Mittels eines Schlauchbootes wurde der unterkühlte Jugendliche letztendlich von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Nach einer ersten Behandlung durch den Notarzt wurde er in ein Krankenhaus nach Köln verbracht.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach wiederholt deutlich die Warnung, die Eisflächen auf den Gewässern in der Stadt Bergisch Gladbach zu betreten. In den letzten Tagen konnte die Feuerwehr bei einigen Eisrettungsübungen sich insbesondere von der Eisfläche des Bensberger Sees ein Bild machen. Es besteht bei Betreten der Eisflächen LEBENSGEFAHR! Unterkühlung ist eine lebensbedrohliche Verletzung, die ärztliche Versorgung erfordert. Die Ordnungsbehörde der Stadt Bergisch Gladbach hatte bereits in der vergangenen Woche die Uferzone der städtischen Gewässer mit Flatterband abgesperrt und deutlich auf die Gefahren hingewiesen.

Der Einsatz der Feuerwehr war gegen 1:15 Uhr beendet. Im Einsatz waren 37 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 15 Fahrzeugen. Eine Kostenersatzpflicht für diesen Einsatz wird geprüft.

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