POL-OG: Mittelbaden, Gaggenau – 'Schulklasse verschwunden'

Polizeimeldungen Offenburg

12.03.2021 – 14:50

Polizeipräsidium Offenburg

Was es bedeuten kann, im Straßenverkehr übersehen zu werden, erlebten die Viertklässler aus den Gaggenauer Grundschulen diese Woche eindrucksvoll: Die Kinder durften sich im Rahmen der Radfahrausbildung in einen echten Lastwagen setzten, für viele ein einmaliges Erlebnis. Der 7,5-Tonner wurde von einer Gaggenauer Fahrschule eigens für diese Demonstration zur Verfügung gestellt. Herbert Gräßle aus Bad Rotenfels, früherer Fahrsicherheits-Instruktor eines großen Autobauers, führte den 10-Jährigen vor, dass aus der Position eines Lastwagenfahrers sogar eine ganze Schulklasse aus dem Sichtfeld verschwinden kann. Die Kinder waren beeindruckt von den tatsächlichen Ausmaßen des Fahrzeuges und der Einschränkung der Sicht eines Lastwagenfahrers. Sie waren erstaunt über die Hilfsmittel und die bis zu sechs Spiegel, die dem Fahrer zur Verfügung stehen. Sie erfuhren aber auch, dass die Spiegel nur dann helfen, wenn man auch im richtigen Augenblick genau in den richtigen Spiegel schaut.
Die Gefahren des ‘Toten Winkels’ sind ein Teil der Theorie-Vorbereitung für den sogenannten Fahrradführerschein. Nur selten kann diese gefährliche Situation mit einem echten Lastwagen demonstriert werden. Höhepunkt der Vorführungen war das Überfahren eines ausrangierten Radhelmes, der unter der Last eines Lastwagenrades mit heftigem Knirschen und Knacken nachgab und schließlich zerbrach.

Nach wie vor verzeichnet die Polizei schwere Verkehrsunfälle, denen meist Radfahrer und Fußgänger zum Opfer fallen. Auch wenn zwischenzeitlich durch die Straßenverkehrsordnung ein entsprechendes Verhalten für Kraftfahrzeuge ab 3,5 Tonnen verlangt: Jeder kann selbst dazu beitragen, nicht Opfer eines solchen Verkehrsunfalles zu werden:

– An der Ampel nie neben einen Lastwagen, Lieferwagen
oder Bus stellen
– An der Ampel hinter solchen Fahrzeugen auf Grün warten
– Auf die Blinkzeichen der Kraftfahrzeuge achten
– Im Zweifel lieber mal stehen bleiben

Die Radfahrausbildung:

Sie ist Teil des Bildungsplanes und wird flächendeckend für alle vierten Klassen der Grundschulen angeboten. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg werden die Kinder auf den Übungsplätzen in den Kreisen Baden-Baden, Rastatt und Ortenaukreis auf die ‘Fahrradprüfung’ vorbereitet. Nach drei intensiven Übungseinheiten unter der Leitung von speziell ausgebildeten Polizeibeamten dürfen die Viertklässler in einer Lernzielkontrolle im Klassenverband ihr Können beweisen. Damit ergattern sie den begehrten ‘Fahrradführerschein’, ein Meilenstein in der selbständigen Mobilität der Kinder. Die Inhalte der Ausbildung reichen vom verkehrssicheren Fahrrad, über den Sicherheitsabstand, das Abbiegen nach rechts und links bis hin zu den komplexen Vorfahrtssituationen. Die werden im freien Fahren im Schonraum der Übungsanlagen intensiv geübt.
Alleine im Bereich des PP Offenburg sind je Schuljahr rund 6000 bis 7000 Kinder auf den Übungsplätzen unterwegs. Träger der Radfahrausbildung sind die regionalen Verkehrswachten, sie stellen einen großen Teil der Infrastruktur wie Fahrräder, Transporter, Verkehrszeichen zur Verfügung.

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