Regierung beschließt bundesweit gültige Regeln zum Recycling von Baustoffen

Berlin () – Ob Bauschutt oder ausgehobene Erde – jedes Jahr fallen nach Angaben des Umweltministeriums in Deutschland rund 250 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an. Künftig sollen sie vermehrt recycelt werden, um damit Ressourcen und die Umwelt zu schonen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz, die erstmals deutschlandweit gültige Vorgaben macht.

“Mit dieser Verordnung wird die Bauwirtschaft immer mehr zur Kreislaufwirtschaft”, erklärte Bundesumweltministern Svenja Schulze (SPD). Bau- und Abbruchabfälle seien der größte Abfallstrom in Deutschland. Zugleich stecke in mineralischen Bauabfällen ein enormes Recycling-Potenzial. Angesichts des aktuellen Materialmangels auf dem Bau komme Ersatzbaustoffen eine “besondere Bedeutung” zu, erläuterte Schulze. 

Bis die Verordnung in Kraft tritt, dauert es aber noch: Nachdem die Mantelverordnung im Mai 2017 vom Bundeskabinett erstmals beschlossen worden war, hatte der Bundesrat im November 2020 umfangreiche Maßgaben beschlossen, die von der Bundesregierung übernommen wurden. Nun muss die Mantelverordnung erneut den Bundestag passieren und vom Bundesrat verabschiedet werden. In Kraft tritt sie zwei Jahre nach ihrer Verkündung. Darüber hinaus sind Übergangsregelungen vorgesehen, unter anderem für bestehende Verfüllungen von Abgrabungen und Tagebauen.

Bild: © AFP DAVID GANNON / Baustelle in Berlin

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AFP