Neues Zivilschutzkonzept sorgt für Unruhe in der Bevölkerung

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Neues Zivilschutzkonzept sorgt für Unruhe in der Bevölkerung » Nachrichten Heute

Andreas Kraemer
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Das neue Zivilschutzkonzept der Bundesregierung sorgt für Unruhe in den Medien und bei der Bevölkerung, obwohl dazu kein Grund besteht. Zuletzt überarbeitet wurde das bestehende Zivilschutzkonzept im Jahr 1995, in Bezug auf das Ende des Kalten Krieges und der damit verbundenen Entspannungslage auf der Weltbühne. Nach den Terroranschlägen von 9/11 in New York musste das Konzept erneut überarbeitet werden. Die Überarbeitung wurde bereits 2012 begonnen und soll in diesem Jahr noch den Bundestag passieren. Die Bundesregierung spielt in dem neuen Zivilschutzkonzept auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht durch und empfiehlt den Bürgern, einen Lebensmittelvorrat für mindestens 10 Tagen anzulegen.

Informationen zum Zivilschutzkonzept

Am Mittwoch dieser Woche wird das Kabinett mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) über das Zivilschutzkonzept beraten und es im Anschluss der Öffentlichkeit vorstellen. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sei dem Konzept zufolge ein Angriff auf Deutschland, der den Einsatz der normalen Landesverteidigung erfordere, unwahrscheinlich, dennoch sei eine angemessene Vorbereitung auf eine solche für die Zukunft nicht auszuschließende existenzbedrohende Entwicklung zu empfehlen.

Als Hauptgefahr sehen die Verfasser des Papiers sogenannte „hybride Konflikte“, in deren Rahmen gegnerische Kräfte auf Sabotage und Computerviren setzen könnten. In dem Dokument werden die Bürger dazu aufgefordert, einen Lebensmittelvorrat aufzubauen. Die „Bild“ schrieb Anfang August über ein paar Einzelheiten, wie zum Beispiel über die Anschaffung einer Hausapotheke oder dass die Regierung die Bevölkerung im Fall einer Gefahr per „Weckeffekt“ über alle Medien hinweg alarmiert.

Empfehlungen des BBK

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat auf ihrer Webseite ein Papier veröffentlicht, was beschreibt, wie sich die Bürger auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Der Vorrat bei Lebensmitteln und Getränken soll für 14 Tage reichen, je Person werden zum Beispiel 28 Liter Getränke genannt. Im Jahr 2015 veröffentlichte die Regierung mit NINA eine Warn-App, die bereits von über 800.000 Nutzern installiert wurde.

Zur Zeit besteht für Deutschland keine akute Gefahr, doch die Terrorvorfälle in Bayern haben die Bevölkerung beunruhigt. Daher scheint es sinnvoll, für den Ernstfall einen Lebensmittelvorrat anzulegen und einen Fluchtrucksack zu packen.

Bild: © Depositphotos.com / ryzhov


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Andreas Kraemer
Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichten spezialisiert.

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