Bikinibrücke und Schlüsselbeinloch – die gefährlichen Schönheitstrends

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Bikinibrücke und Schlüsselbeinloch – die gefährlichen Schönheitstrends » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
2 min

Mit den richtigen Proportionen und Kurven wurde Marilyn Monroe zu einer Ikone, aber das ist über 50 Jahre her und die Schönheitsideale von heute sehen ganz anders aus. Wer heute auf Instagram ein Star werden will und Millionen von Klicks haben möchte, der muss sich etwas anderes einfallen lassen und möglichst wenig Kurven haben. Bikinibrücke und ein auffallendes Loch im Schlüsselbein sind die neuen zweifelhaften Schönheitstrends.

Mager ist IN

Wer heute als schön gelten will, der muss möglichst mager sein, und zwar so mager, dass eine Handvoll Münzen auf dem extrem vorstehenden Schlüsselbeinknochen ohne Probleme ihren Platz findet. Collarbone heißt dieser Trend, der ebenso wie die Bikinibrücke nach Ansicht von Ernährungsexperten und Ärzten ein deutliches Zeichen für Magersucht ist. Wenn sich wie bei der Bikinibrücke, das Bikinihöschen im Liegen von den Hüftknochen abhebt und eine Lücke zwischen Höschen und Bauch entsteht, dann hat das nichts mehr mit Schlanksein zu tun, das ist schon Magerwahn.

Die Knochen zeigen

Gesunde Frauen haben einen Körperfettanteil von 18 bis 20 %, Frauen, bei denen ein Ab Crack möglich ist, haben aber nur einen Körperfettanteil von zwölf Prozent. Der Ab Crack ist ein sehr deutliches Zeichen, dass irgendetwas mit der eigenen Wahrnehmung nicht stimmt, denn wer es schick findet, wenn die Furche zwischen dem Brustbein und dem Bauchnabel sichtbar wird, der frönt einem sehr gefährlichen Körperkult. Während der Ab Crack mit einem gezielten Aufbau der Muskeln am Bauch realisiert werden kann, muss für einen weiteren Magertrend, den Thigh Gap gehungert werden. Ein Thigh Gap ist nur dann möglich, wenn die Beine extrem dünn sind, denn im Stehen muss zwischen den Oberschenkeln eine Lücke zu sehen sein. Das ist nur bei Marathonläuferinnen der Fall oder eben bei Frauen, die hungern.

Nur fünf bis zehn Prozent der Frauen erreichen diese „Schönheitsideale“, aber das reicht, um ein gefährliches Vorbild zu werden.

Bild: © Depositphotos.com / artfotoss

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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