Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern – warum es für Merkel gefährlich wird

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Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern – warum es für Merkel gefährlich wird

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Am Sonntag haben die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern die Wahl und dürfen darüber entscheiden, wer sie in den kommenden Jahren regieren soll. Die Spannung ist groß, vor allem seit bekannt wurde, dass die Wahl zu einem echten Debakel für die etablierten Parteien werden kann. Wenn die Umfragen recht behalten, dann wird besonders die CDU Federn lassen müssen.

Nur auf dem dritten Platz

Die Union sieht mit einem mulmigen Gefühl nach Mecklenburg-Vorpommern, denn die neusten Umfragen sehen die Partei von Kanzlerin Angela Merkel auf einem undankbaren dritten Platz hinter der SPD und was noch schlimmer ist, auch hinter der AfD. Die Wahlkämpfer an den Ständen von Rostock bis Schwerin berichten, dass ihnen eine aggressive Stimmung entgegen schlägt und die Botschaft ist eindeutig: Die Wut richtet sich vor allem gegen die Regierung in Berlin.

Was macht die Menschen wütend?

Es ist die Angst vor Überfremdung, die Angst vor dem Islam und vor Terrorismus, mit der die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr rational umgehen können und das, obwohl es in Mecklenburg-Vorpommern nur sehr wenige Flüchtlinge und Migranten gibt. Selbst die Aussage des CDU-Spitzenkandidaten Lorenz Caffier, sich für ein Verbot der Burka einzusetzen, zündet nicht mehr, denn nach Ansicht der Bürger macht Caffier Versprechungen, die nur im Wahlkampf gelten, um mehr Stimmen zu bekommen.

Die Wahl wird Spuren hinterlassen

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Wegweiser für die Zukunft, meinen Politikexperten, denn sie ist eine Art Stimmungsbarometer auch für Kanzlerin Angela Merkel. Sie muss zwar nicht mit einer Palastrevolte rechnen, aber sie wird auch in den eigenen Reihen für ein mögliches Wahldebakel verantwortlich gemacht werden. Wenn nach Mecklenburg-Vorpommern auch die Kommunalwahlen in Niedersachsen eine Woche später und die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September 2016 schlecht für die Union ausgehen, dann kann es für Angela Merkel langsam, aber sicher, sehr eng werden.

Bild: © Depositphotos.com / andreyuu

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.