Erhebliche Unterschiede in der Parteipräferenz zwischen Ost- und Westdeutschland

Berlin () – In Ost- und Westdeutschland bestehen nach wie vor erhebliche Unterschiede bei den Präferenzen für die verschiedenen Parteien: Während im Westen Union und Grüne um Platz eins in der Wählergunst ringen, liegt im Osten die AfD knapp hinter der CDU. Bundesweit landet die Union in dem am Mittwoch veröffentlichten Trendbarometer der Sender RTL und ntv knapp vor den Grünen. 

Wenn jetzt der neue Bundestag gewählt würde, würde die CDU/CSU der Umfrage zufolge auf 25 Prozent der Stimmen kommen. Knapp dahinter folgen die Grünen mit 24 Prozent. SPD und FDP liegen gleichauf bei 14 Prozent. Die AfD kommt auf neun Prozent, die Linkspartei auf sechs Prozent.

Kurz vor der Landtagswahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt zeigt das Trendbarometer zudem, wie unterschiedlich die Sympathien für die Parteien im Osten und Westen Deutschlands verteilt sind. Im Westen liegen die Grünen mit 26 Prozent einen Prozentpunkt vor der Union, während sie im Osten nur auf zwölf Prozent kommen. Die CDU ist der Umfrage zufolge in Ostdeutschland mit 23 Prozent knapp stärkste Kraft vor der AfD mit 21 Prozent. Im Westen liegt die AfD dagegen nur bei sieben Prozent. 

SPD und FDP kommen in Westdeutschland auf jeweils 15 Prozent, im Osten liegt die SPD bei zwölf und die FDP bei zehn Prozent. Die Linke würden 13 Prozent der Ostdeutschen wählen, im Westen liegt die Partei dagegen mit vier Prozent sogar unter der Fünf-Prozent-Marke. 

In der Frage, wen die Deutschen lieber als Kanzlerin oder Kanzler hätten, schrumpft der Vorsprung von Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock vor ihrem CDU-Konkurrenten Armin Laschet und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit noch 24 Prozent für Baerbock entscheiden – das sind acht Prozentpunkte weniger als im Trendbarometer vor fünf Wochen. 

Laschet käme momentan auf 19 Prozent, Scholz würde 14 Prozent erreichen. Allerdings würden sich 43 Prozent der Befragten für keinen der drei Bewerber entscheiden.

Bild: © AFP Ronny Hartmann / Annalena Baerbock

Erhebliche Unterschiede in der Parteipräferenz zwischen Ost- und Westdeutschland

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