15 strahlende Gewinner beim PRIX EUROPA Medienfestival 2016 …

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15 strahlende Gewinner beim PRIX EUROPA Medienfestival 2016 … » Nachrichten Heute

Presseportal.de
7 min

Berlin (ots) –

– Ehrung der besten europäischen TV, Radio und Online Programme des Jahres in Berlin – Deutschland doppelt ausgezeichnet – Lifetime Achievement Award für ARTE – Appell für Pressefreiheit

Am Freitagabend wurden im Großen Sendesaal des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zum 30. Mal die PRIX EUROPA Medienpreise vergeben. Die 13 begehrten bronzenen Stiere gingen in zehn verschiedene Länder, zwei davon nach Deutschland. Außerdem wurde ARTE für seine außergewöhnlichen Verdienste um den grenzüberschreitenden Dialog seit der Gründung des europäischen Kulturkanals vor 25 Jahren mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Die PRIX EUROPA Medienpreise sind mit insgesamt 78 000 Euro dotiert. Das Festival ist das größte trimediale Fachforum seiner Art und feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum.

Die Auszeichnung als beste Fernsehserie ging an eine isländisch-deutsche Koproduktion: Der 10-Teiler „Trapped“ des isländischen Erfolgsregisseurs Baltasar Kormákur, in dem mysteriöse Mordfälle inmitten der faszinierenden Natur Islands aufgeklärt werden, soll im kommenden Jahr im ZDF ausgestrahlt werden. Auch das beste Fernsehdrama kommt aus dem hohen Norden: Der norwegische Mehrteiler „Nobel“ setzt sich mit politischen Wirren und Manipulationen im Afghanistankrieg auseinander. Den Sonderpreis Prix Genève für den besten Newcomer im Bereich Drehbuch trug der Deutsch-Kosovare Visar Morina für sein bewegendes Familiendrama „Babai – Mein Vater“ davon. Verantwortlich zeichnet der WDR. Bester interkultureller Film darf sich die britische Produktion „Watani: My Homeland“ nennen, für die drei Jahre lang eine syrische Familie auf der Flucht begleitet wurde.

Im Dokumentarbereich sahnten die gewohnt starken Skandinavier doppelt ab: Als beste Fernsehinvestigation wurde „Mission Investigate: The Panama Papers“ aus Schweden geehrt, die Dänen überzeugten mit „Queen of the Night“ in der Kategorie Radiodokumentation mit der Geschichte einer Frau, die einen ganz besonderen Fetisch für männliche Orchestermusiker hat. Den Titel bester Dokumentarfilm dürfen sich der WDR, die Deutsche Welle und Berlin Producers für ihre Koproduktion „#MyEscape“ teilen. Hier erzählen Flüchtlinge selbst von ihrer Flucht mit Hilfe von Handy-Videos. Mit den Recherchen zu „Documentary on One: The Case That Never Was“ heimsten die Iren nicht nur die Auszeichnung als beste Radioinvestigation ein, sondern beeinflussten auch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in einem Fall zum internationalen Arbeitsrecht.

Im Hörspiel überzeugte Estland die Jury mit der existentialistischen Klangkomposition „Things“ und auch die beste Hörspielserie, „Young Beautiful Monsters“ aus Belgien, verwebt Stimmen und Sound zu einem Kunstwerk.

Wussten Sie, dass Philip Glass bis zum Alter von 42 Jahren als Taxi-Fahrer in New York arbeitete? „Philip Glass: Taxi Driver“, das britische Gewinnerstück im Bereich Radio-Musik, nimmt die Hörer mit in dieses spannende Paralleluniversum des erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten Amerikas.

In der neuen Kategorie Digital Audio gewannen die Dänen mit der Podcast-Serie „The Ringbinder Assassin“ über einen ungeklärten Mordfall aus den 80er Jahren. Dem besten Online-Projekt des Jahres gelingt es, dem Nutzer neue Welten zu eröffnen: das französische Virtual Reality Projekt „Notes on Blindness“ macht emotional und kognitiv erlebbar, wie es ist, blind zu sein. Der brandneue Community Award, über den im Internet abgestimmt werden konnte, ging an das finnische Echtzeit-Rollenspiel „#Livetitanic“, welches auf Twitter die Geschichte des berühmtesten Schiffbruchdramas der Welt mit fiktiven Charakteren nacherzählt.

Der Lifetime Achievement Award für besondere Verdienste in der europäischen Medienlandschaft ging im Jubiläumsjahr erstmals nicht an eine Person, sondern an den europäischen Kulturkanal ARTE. Der Sender feiert 2016 sein 25-jähriges Bestehen seit der Unterzeichnung des Gründungsvertrages am 30.4.1991 und wird für seine Verdienste um den kulturübergreifenden Dialog und das Zusammenwachsen Europas ausgezeichnet.

Vor den rund 600 geladenen Gästen aus Politik und Medien forderte PRIX EUROPA Präsidentin Cecilia Benkö Lamborn in einer eindringlichen Rede dazu auf, stärker für die Pressefreiheit weltweit zu kämpfen. Presse-, Meinungs- und Redefreiheit seien von grundlegender Bedeutung für das Fortbestehen von demokratisch-rechtsstaatlichen Staatssystemen. „Gesellschaften ohne eine intakte Medienlandschaft sind ein Nährboden für politische Radikalisierung“, so Lamborn.

Eine Woche lang befassten sich rund 1000 Medienschaffende aus allen Ecken des Kontinents mit den 231 nominierten Beiträgen aus 24 Ländern. Rund 270 Jurymitglieder haben durch ergebnisoffene Debatten und individuelle Bewertung über die besten Fernseh-, Radio- und Onlineproduktionen entschieden. Die 13 kategoriegebundenen Preise sind mit je 6000 Euro dotiert. Der Lifetime Achievement Award und der Community Award sind Ehrenpreise.

Ausschnitte aller Gewinnerfilme sowie die Jurybegründungen sind auf der Homepage des PRIX EUROPA zu sehen. Die Preisverleihung steht als Video on demand auf rbb-online.de/prixeuropa zur Verfügung und wird von Tagesschau24 am 23.10.2016 um 01:20 Uhr ausgestrahlt.

Mit gut 1000 Teilnehmern ist der PRIX EUROPA das größte trimediale Fachforum seiner Art. Seit 1987 werden jedes Jahr die besten Medienproduktionen des Kontinents gesichtet, diskutiert und ausgezeichnet. Ständiger Gastgeber ist seit 1997 der rbb. Der PRIX EUROPA wird getragen von einer stetig wachsenden Allianz aus derzeit 31 Partnern: europäische Rundfunkanstalten, EU-Institutionen, das Auswärtige Amt, den Bundesländern Berlin und Brandenburg, der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und dem Medienboard.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/PRIX EUROPA
Textquelle:PRIX EUROPA, übermittelt durch news aktuell
Quelle:http://www.presseportal.de/pm/102535/3462845
Newsroom:PRIX EUROPA
Pressekontakt:Deutschland: Ines Schilgen PR Management/Public Performance
Tel: +49 (0)30 – 399 03 717 / Email: schilgen@public-performance.eu

International: Annika Erichsen
Tel: +49 (0)30 – 97 993 10 913 / Email: press@prixeuropa.eu

Pressefotos von der Preisverleihung und den ausgezeichneten
Produktionen
Jury-Begründungen sowie weitere Pressematerialien zu
den Gewinnerprogrammen sind abrufbar unter
http://prixeuropa.eu/press/materials-for-press-use

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