Auch Großbritannien erzielt mit USA Einigung im Airbus-Boeing-Streit

London () – Nach der Europäischen Union hat auch Großbritannien im jahrelangen Streit um Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing eine Einigung mit den USA erzielt. Das britische Ministerium für internationalen Handel gab am Donnerstag bekannt, dass beide Seiten fünf Jahre lang auf Strafzölle verzichten. Bislang war davon demnach unter anderem schottischer Whisky betroffen, wenn er in die USA geliefert wurde.

Vor zwei Tagen hatten sich bereits die EU und die USA dazu verpflichtet, bis 2026 auf Strafzölle zu verzichten. Damit wurde der Konflikt um die Flugzeugbauer Airbus und Boeing entschärft.

Großbritannien muss seit dem Brexit unabhängig von der EU Vereinbarungen mit seinen Handelspartnern treffen. Airbus hat auch in Großbritannien diverse Standorte.

Die EU und die USA werfen sich gegenseitig vor, unzulässige Milliardensubventionen für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing zu zahlen. Die beiden Konzerne reagierten erleichtert auf die am Dienstag erzielte Einigung.

Unter Bidens Vorgänger Donald Trump hatten die USA von der Welthandelsorganisation WTO die Erlaubnis bekommen, Strafzölle  auf europäische Waren und Dienstleistungen im Wert von 7,5 Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro) zu verhängen, darunter 25 Prozent auf Weine und Spirituosen und 15 Prozent auf Airbus-Flugzeuge. Ein Jahr später erhielt auch Brüssel die Genehmigung der WTO, seinerseits US-Importe im Umfang von vier Milliarden Dollar mit Strafzöllen zu belegen.

Bild: © AFP/Archiv Christof STACHE / Logos von Airbus und Boeing

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AFP