Französischer Nationalfeiertag unter strengen Corona-Auflagen

Paris () – Unter strengen Corona-Auflagen hat Frankreich am Mittwoch an den Sturm auf die Bastille vor 232 Jahren erinnert. Zu der traditionellen Pariser Militärparade am Nationalfeiertag waren nur 10.000 offizielle Gäste geladen, weniger als halb so viele wie vor der Pandemie. Besucher mussten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, zudem war wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen erstmals ein negativer Corona-Test für alle nicht Immunisierten Pflicht.

Präsident Emmanuel Macron nahm mit seiner Frau Brigitte auf einer Tribüne auf dem Boulevard Champs-Elysées an der Militärparade  teil. Zuvor war der Staatschef im offenen Militärwagen mit Generalstabschef François Lecointre vorgefahren. Der 59-jährige Lecointre übergibt seinen Posten in einigen Tagen auf eigenen Wunsch an den bisherigen Chef der Landstreitkräfte, Thierry Burkhard.

An dem Militäraufmarsch nahmen auch Soldaten der europäischen Sahel-Truppe Takuba teil, die gegen Islamisten in der afrikanischen Krisenregion kämpft. Macron hatte zuvor das Ende des französischen Kampfeinsatzes Barkhane für Anfang des kommenden Jahres angekündigt. Bisher hat Frankreich 5100 Soldaten in Mali und anderen Ländern stationiert, ihre Zahl soll nahezu halbiert werden. Der Einsatz ist wegen ausbleibender Erfolge und mehr als 50 getöteter Franzosen umstritten.

Im vergangenen Jahr war die Militärparade zum Nationalfeiertag wegen des Coronavirus ausgefallen. Ersatzweise gab es eine stark verkleinerte Zeremonie ohne Zuschauer auf dem Pariser Concorde-Platz.

In Nizza soll am Mittwochnachmittag an den mutmaßlich islamistischen Anschlag mit 86 Toten vor fünf Jahren erinnert werden. Zu der Gedenkfeier wurden der französische Regierungschef Jean Castex und die Familien der Opfer erwartet. 

Ein Tunesier war am Nationalfeiertag 2016 mit einem Lastwagen auf die Uferpromenade von Nizza gerast. Er tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 200 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Bild: © POOL/AFP Michel Euler /

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AFP