Das sind die neuen DAX-Aufsteiger

Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, hat sich vergrößert und bekommt nach mehr als 30 Jahren ein neues Gesicht. Drei Jahrzehnte nach dem Start werden 40 statt wie bisher 30 Konzerne den DAX und damit die Wirtschaft repräsentieren. Der deutsch-französische Flugzeugbauer Airbus und noch neun weitere Unternehmen steigen zum 20. September 2021 in den DAX ein.

Wer ist neu dabei?

Mit Airbus bekommt der Deutsche Aktienindex ein weiteres prominentes Unternehmen, wie etwa den Autohersteller Daimler und die Allianz. Neu dabei ist noch Brenntag, ein Chemikalienhändler, sowie Hello Fresh, der Lieferant von Kochboxen. Des Weiteren kommen noch die Holdinggesellschaft Porsche, das Diagnostik- und Biotechunternehmen Qiagen und der Sportartikelhersteller PUMA dazu. Sartorius, ein Labor- und Pharmazulieferer hat den Sprung in den DAX auch geschafft, ebenso wie der medizinische Technikkonzern Siemens Healthineers. Neben dem Modehändler Zalando ist außerdem der Aroma- und Dufthersteller Symrise dabei.

Der MDAX wird kleiner

Während der „große“ DAX um zehn Unternehmen aufgestockt wird, verkleinert sich der „kleine“, sogenannte MDAX. Hier werden die Aktien der mittelständischen Unternehmen gehandelt und statt wie bisher 60 wird es nur noch 50 Unternehmen geben. Die Vodafone-Tochter Vantage Towers, die für Sendemasten zuständig ist, gehört dazu, genauso wie Befesa, ein Recycling Spezialist. Die Firma Jungheinrich, ein Hersteller für Gabelstapler, verlässt den MDAX, ebenso wie der Finanzdienstleister Hypoport. Zu denen, die nicht mehr im MDAX gelistet sind, gehören außerdem: Zooplus, der Online-Händler für Haustierbedarf, der Baukonzern HOCHTIEF und Nordex, der Hersteller von Windkraftanlagen. Die Shop Apotheke muss den MDAX ebenfalls verlassen, zusammen mit dem Solar- und Windparkbetreiber ENCAVIS.

Nur noch zweimal im Jahr

Normalerweise wird die Zusammensetzung des Deutschen Aktienindex, den es seit 1988 gibt, nur einmal pro Jahr regulär überprüft. Dies wird sich jetzt allerdings ändern, es findet zweimal im Jahr eine Überprüfung statt. In den DAX sollen nur noch wirklich profitable Unternehmen, Pleitekandidaten haben keine Chance mehr. Mit diesen Verschärfungen der Regeln reagiert der DAX auf den Skandal um Wirecard. Der Zahlungsdienstleister war im Sommer des vergangenen Jahres aufgeflogen. Dabei kam ans Licht, dass sich das Unternehmen trotz milliardenschwerer sogenannter Luftbuchungen immer noch im DAX halten konnte. Kritik wurde ebenfalls laut, als Lieferheld für Wirecard nachrückte, ein Unternehmen, was seit seiner Gründung von zehn Jahren noch nie Geld verdient hat.

Bild: @ depositphotos.com / denisismagilov

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Ulrike Dietz
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