Wie eine Krypto-Börse jetzt auch Deutschland erobern will

Coinbase heißt die Börse, an der Krypto-Währungen gehandelt werden, die auch Elon Musk zu ihren Kunden zählt. Diese Börse ist ein Phänomen und konnte ihre Gewinne um 4900 Prozent steigern. Jetzt wird natürlich kräftig expandiert und auch Deutschland wird von Coinbase ins Visier genommen.

Ein schlechtes Omen?

Zurückblickend ist der Börsengang von Coinbase so etwas wie ein schlechtes Omen für den Markt der Krypto-Währungen. Kurz bevor die größte der amerikanischen Krypto-Handelsplattformen im April 2021 mit einer direkten Platzierung an die Technologie-Börse Nasdaq ging, erlangte der Bitcoin, die älteste und vielleicht die wichtigste Krypto-Währung der Welt, mit 63.000 Dollar ein Rekordhoch. Der Gang von Coinbase an die Börse wurde wie eine Art Meilenstein für den aufstrebenden Markt der Krypto-Währungen gesehen. Leicht wird es diesen virtuellen Währungen nicht gemacht, sie müssen nach wie vor um ihren Platz kämpfen. Kurz nach dem rasanten Anstieg fand die Hausse aber ein plötzliches Ende und der Bitcoin pendelte sich bei 45.000 Dollar ein.

Keine Probleme

Dem Unternehmen selber, was Elon Musk sowie seine Unternehmen SpaceX und Tesla zu den Kunden zählt, konnte der Sturz des Kurses von Bitcoin aber nichts anhaben, was ein Blick auf den Börsenschluss in den USA und die Quartalszahlen zeigt. Danach ist der Gewinn regelrecht explodiert und stand im zweiten Viertel des Jahres bei 1,6 Milliarden Dollar. Das Geschäftsmodell von Coinbase, was 2012 in Kalifornien von Brian Armstrong und Fred Ehrsam gegründet wurde, ist einfach und dennoch effektiv und vor allem profitabel. Coinbase verdient den größten Teil seines Umsatzes mit Gebühren, die die Kunden für den Kauf und den Verkauf von Krypto-Währungen bezahlen müssen.

Neue Märkte erschließen

Wie alle Unternehmen, die weiter wachsen wollen, muss auch Coinbase neue Märkte erobern. Deutschland soll dabei offensichtlich eine Schlüsselposition einnehmen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, hat dem amerikanischen Unternehmen bereits im Juni, die in der Bundesrepublik erste Kryptohandels- und Verwahrlizenz erteilt. Damit ist Coinbase Deutschland das erste Unternehmen, was das Verwahren und den Handel mit Krypto-Währungen anbieten darf, immer unter der strengen Aufsicht der BaFin. Für die Kunden von Coinbase bedeutet es: Sie haben mehr Sicherheit und zugleich eine größere Palette an Finanzprodukten, denen die BaFin ebenfalls die Erlaubnis erteilt hat.

Bild: @ depositphotos.com / denisismagilov

Wie eine Krypto-Börse jetzt auch Deutschland erobern will

Ulrike Dietz
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