Die Börsenwelt steht auf dem Kopf

Die Welt der internationalen Börsen steht aktuell auf dem Kopf und die Kluft zwischen den Börsen in und den wird immer größer. Der kommt schon seit einigen Tagen nicht mehr so recht voran, auf der anderen Seite des Ozeans in New York, an der Wall Street, fallen hingegen immer wieder neue Rekorde. Was ist eigentlich passiert? Was ist los mit den Börsen diesseits und jenseits des Ozeans?

Die Sorgen der Investoren

Bleibt die US-Notenbank tatsächlich weiter auf ihrem sehr lockeren Niveau? Diese wichtige Frage beschäftigt die aktuell. Alle hoffen auf eine baldige Antwort, wenn die neusten Zahlen vom amerikanischen veröffentlicht werden. Fallen diese besser aus als erwartet, dann wird der auf die Fed weiter steigen. Die ultralockere Geldpolitik wird wohl gestoppt und die Anleihen Verkäufe werden heruntergefahren. Dieses gesamte Szenario wäre allerdings reines Gift für die Börsen dieser Welt.

Wie sieht der Arbeitsmarkt in den USA aus?

Falls deutlich weniger neue Arbeitsplätze geschaffen werden, als es prognostiziert wurde, dann steht jetzt schon fest, dass die US-Notenbank ihre Geldschleusen auch weiterhin sehr weit geöffnet halten wird. Aktuell sieht es sogar danach aus. Es sind die eher ernüchternden Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP, die die Vorboten für die schwachen Zahlen im August vorstellen wird. Sollten sich die offiziellen Zahlen ganz ähnlich schlecht entwickeln, dann wird sich die US-Notenbank alle Signale in Richtung einer Drosselung ihrer Wertpapierkäufe sparen. Die Fed wird erst abwarten, bis der Arbeitsmarkt wieder auf Kurs ist.

Die Analysten machen Hoffnung

Die Analysten sind es, die noch Mut machen, sie sagen im Schnitt einen Aufbau von mehr als 750.000 Stellen auch außerhalb der voraus. Leider reicht so etwas für gute Daten nicht aus. Die sehr lockere Geldpolitik der Notenbanken war ein mehr als wichtiger Treiber für das Geschehen an den internationalen Börsen in den vergangenen Jahren. Die Anleger an der Wall Street jetzt offenbar auf schlechte Nachrichten beim Thema Jobs und auf eine weiter anhaltende Geldflut der Notenbanken. Abzuwarten bleibt allerdings das Verhalten der Kurse, denn auch hier hängt alles von den Jobdaten ab. Keine Probleme kennt offenbar die S&P 500, denn hier gab es zwischenzeitlich ein echtes Rekordhoch, nur der Dow Jones blieb unter dem Allzeithoch.

Bild: @ depositphotos.com / Funtap

Die Börsenwelt steht auf dem Kopf

Ulrike Dietz