EMOTION Women’s Days 2021

Hamburg (ots) –

Der erste Tag der zweitägigen EMOTION Women’s Days 2021 startete mit hochkarätigen Gästen:

Die britische Bestseller-Autorin Caitlin Moran eröffnete die EMOTION Women’s Days am 13.09.2021 mit einem starken Plädoyer für die Power der weiblichen Gemeinschaft. “Wenn du etwas schnell erledigt haben willst, frage am besten eine vielbeschäftigte Frau”, sagte Moran in ihrer motivierenden Ansprache.Darin betonte sie auch, wie wichtig es sei, dass Frauen sich ihrer Stärken bewusst werden und lernen, auch zu diesen zu stehen und Komplimente anzunehmen. Geld und Macht bekäme nur, wer danach frage, sagte Caitlin Moran, und das könne man üben. Die EMOTION Women’s Days seien für sie jedenfalls der beste Beweis für die Brillanz und das Potenzial von Frauen. “Männer würden gar nicht auf die Idee kommen, so etwas zu organisieren. Frauen machen es einfach!”

Für die 100 Teilnehmer:innen im Atlantic Hotel in Hamburg, die den ersten Tag der EMOTION Women’s Days unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln vor Ort verfolgten und für die Zuschauer:innen, die per Livestream online dabei waren, ging es im Laufe des Vormittags weiter mit Panel-Diskussionen u.a. mit Autorin Elizabeth Uviebinené, Riccardo Simonetti (EU-LGBTQI*-Sonderbotschafter), Nicole Diekmann (Journalistin) und Jasmina Kuhnke (Internet-Aktivistin), Prof. Dr. Maja Göpel (Transformationsforscherin), Kristina Lunz (Centre for Feminist Foreign Policy) und Düzen Tekkal (GermanDream und HAWAR).

Am Nachmittag können sich die Teilnehmer:innen des u.a. auf Vorträge von Énissa Amani, Serpil Unvar sowie Judith Holofernes freuen. Teil der Philosophie von EMOTION ist es, Frauen eine Plattform zu bieten. Emotion-Chefredakteurin und Verlegerin Dr. Katarzyna “Kasia” Mol-Wolf glaubt fest an das Konzept, Frauen in ihrem eigenen Weg zu bestärken. Die diesjährige zukunftsweisende Konferenz mit über 80 internationalen und nationalen Referent:innen und mehr als 28 Stunden steht passend dazu unter dem Motto: “Return to We”.

Gemeinsam mit Experten:innen und hochkarätig besetzten Panels werden bei den Emotion Women’s Days aktuelle und bedeutende Themen diskutiert. Dabei richtet EMOTION den Blick auch auf brisante Themen, die für Gesprächsstoff sorgen und Diskussionsbedarf haben. Dies unterstreicht die Relevanz und Verantwortung des Events. EMOTION sieht nicht weg, bietet Gelegenheit zum Meinungsaustausch und liefert Informationen und Fakten.

Von besonderer Bedeutung war das Panel des heutigen Vormittags mit Jasmina Kuhnke und Journalistin Nicole Diekmann. Jasmina Kuhnke, besser bekannt unter ihrem Social-Media-Namen “Quattromilf”, konnte im Vorfeld nicht als Speakerin angekündigt werden, da sie sich wegen Hetze und Hasskommentaren in den sozialen Netzwerken in einer akuten Bedrohungslage befindet. Umso wichtiger war es den Organisatorinnen der EMOTION Women’s Days auf dieses schwierige Thema zu lenken. Über ihre eigene Erfahrung mit Hass im Netz berichtete Jasmina Kuhnke: “Ich wollte kein weiterer Einzelfall sein.” Als sie Hilfe bei der suchte, wurde ihr lediglich empfohlen, sich bei Twitter abzumelden. Diese Täter-Opfer-Umkehr wird laut Nicole Diekmann durch Algorithmen und Funktionen der verschiedenen Social Media Channels gefördert, etwa durch den nach unten zeigenden Daumen oder die Auto-Play-Funktion bei YouTube. Die Journalistin fordert deswegen Fortschritte und Veränderungen in der internationalen Gesetzgebung, ein verschärftes Bewusstsein für die Problematik – vor allem aber auch Solidarität mit Betroffenen. Jasmina Kuhnke, die im Oktober ihr “Schwarzes Herz” herausbringt, berichtete während der Diskussion über ihre Erfahrungen im Umgang mit Hass und Cyber- und Gemeinschaft im Netz: “Meine Solidarität ist hart erkämpft, ich brauche das Gefühl, dass ihr [Jasminas Community] mit mir die Verantwortung tragt.”

Auch Riccardo Simonetti, EU-LGBTQI*-Sonderbotschafter, erzählte in seinem Panel mit EMOTION-Kolumnistin und Moderatorin Bärbel Schäfer, wie schwierig es sei, über solche Grenzerfahrungen und Hasskommentare zu sprechen: Sein Ziel ist es, die Menschen zu sensibilisieren, damit sie netter miteinander umgehen. “Das ist das ultimative Ziel, das ist der Grund, weshalb ich diese Geschichten erzähle. Spaß macht es nicht.” Auch wenn es in Großstädten mehr Identifikationsfiguren gäbe, sei es nach wie vor eine große Herausforderung, seinen eigenen Weg zu gehen. Ein wichtiger Schritt für Riccardo Simonettis eigenen offenen Umgang mit seiner Homosexualität und den Reaktionen der darauf, sei das Konzept der radikalen Empathie, bei der man nicht gegeneinander, sondern miteinander auf dasselbe Ziel hinarbeite.

Den Abschluss des Vormittags des ersten Tages der EMOTION Women’s Days bildete die Diskussionsrunde zur Bundestagswahl, die zeitlich nicht passender sein könnte. Im Panel “The German Dream – Was wir uns zur Bundestagswahl wünschen” diskutierten Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel, Kristina Lunz (Centre for Feminist Foreign Policy) und Düzen Tekkal (GermanDream und HAWAR) unter der Moderation von Journalistin Elisabeth Koblitz ihre Einschätzungen und Gedanken zur Bundestagswahl und was sie von der Politik erwarten – gerade nach dem gestrigen TV-Triell der Kanzler-Kandiat:innen eine essenzielle Frage. Für Düzen Tekkal muss die Politik der Zukunft “menschlicher, ehrlicher, diverser und verletzbarer werden.” Sie fordert eine “neue Form der Fehlerkultur und bunte Biografien.” Nur so könnten Werte wieder lebendig gemacht werden. Außerdem appellierte sie an das Publikum und die Gesellschaft, sich der eigenen Wirkmächtigkeit bewusst zu werden und sich nicht defizitär aufzustellen. Laut Düzen Tekkal “müssen wir uns das Recht nehmen, zu leben.” Ähnlich sah das auch Prof. Dr. Maja Göpel, die betonte, dass das Vertrauen der Gesellschaft in die Demokratie wieder steigen müsse. “Wir müssen uns nur daran erinnern, was wir bereits wissen, und den Mumm haben, das auszusprechen.” Genau darin sieht sie eine Chance für Frauen, nämlich das Gespräch zu initiieren, die Fragen zu stellen, allen voran das “Warum”, und damit den Fokus auf das zu lenken, worum es wirklich geht. Kristina Lunz, die die deutsche Außenpolitik derzeit nicht als feministisch empfindet, zieht ihren Antrieb, sich weiter für feministische Belange einzusetzen aus ihrer Wut über aktuelle Zustände, wie beispielsweise den immer noch geltenden Paragraf 218 des Strafgesetzbuches zum Schwangerschaftsabbruch. Sie blicke dennoch hoffnungsvoll auf die Zukunft und verfasste mit ihrem Centre for Feminist Foreign Policy ein 80-seitiges Dokument mit Forderungen an die neue , u.a. zur internationalen Abrüstung und zur Klimagerechtigkeit.

Tag Zwei der Emotion Women’s Days 2021 wird sich am 14.09.2021 mit Vorträgen zu drei verschiedenen Themenbereichen beschäftigen: Finanzen, und New Work. Expert:innen werden die Teilnehmer:innen mit aktuellen Insights, Trends und Erkenntnissen versorgen und praktische Impulse und Inspiration liefern.

Über EMOTION:

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Dr. Katarzyna “Kasia” Mol-Wolf im Wege eines Management-Buy-outs die EMOTION vom Verlagshaus Gruner + Jahr kaufte. Sie gründete die EMOTION Verlags GmbH und brachte EMOTION in Eigenregie heraus – eine Idee, die damals viele aus der Branche für verrückt hielten. Aber Kasia Mol-Wolf glaubte fest an das Konzept hinter EMOTION, das Frauen in ihrem eigenen Weg bestärken soll und arbeitete voller Überzeugung an ihren Ideen. Sie erweiterte EMOTION in den folgenden Jahren um die Line-Extensions SLOW und WORKING WOMEN.

Quellenangaben

Bildquelle: Tag 1 der EMOTION Women’s Days, Hotel Atlantic in Hamburg / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/78825 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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