Gefahrenprävention im Haushalt

Schaut man in die Nachrichten oder Zeitungen, so erschrecken wir am meisten, wenn wir von den großen Tragödien wie Flugzeugabstürzen und deren Opfern hören. Was wir dagegen deutlich seltener mitbekommen, ist die um einiges höhere Anzahl an Opfern von schweren Haushaltsunfällen. Grund dafür ist schlicht, dass es weniger Berichte über letztere Fälle gibt. Dabei ist das Risiko, selbst einen im eigenen zu haben, viel höher als mit einem Flugzeug abzustürzen. Um sich selbst – besonders im Alter – bestmöglich zu schützen, kann man aber einige Tipps zur Gefahrenprävention anwenden.

Stolper- und Rutschgefahren

Jeder kennt das: Aus akuter Lustlosigkeit beim Tragen von Sachen zweimal Laufen zu müssen, packt man sich lieber die Hände komplett voll, sodass man nicht mehr gut sieht und plötzlich schleicht sich ein loses Kabel genau in den Weg. Ehe man sich versieht, ist man gestürzt und ärgert sich darüber, dass man diese Stolperfalle nicht aus dem Wege geräumt hat. So verhält es sich mit den meisten Rutsch- und Stolperfallen im Haushalt.

Während die einfachsten Lösungen für viele dieser Gefahren recht leicht umsetzbar sind, indem man vollgestellte Orte aufräumt, Teppiche mit hohen Kanten wegräumt oder dunkle Orte besser ausleuchtet, so gibt es auch deutlich aufwändigere, aber nicht weniger lohnenswerte Verbesserungen. So kann man für etwas Geld einen Handwerker bestellen, der einige Kabel in Wänden oder Türübergängen verschwinden lässt. Oder man lässt im Badezimmer eine Walk In Dusche installieren, wodurch man sich die hohen Einstiegskanten von Duschkabine oder Badewanne einspart.

Brandherde und defekte Elektronik

Je länger man bereits im Eigenheim oder in der Mietwohnung lebt, umso gefährdeter ist man für einen Wohnungs- oder Hausbrand. So können defekte Steckerleisten zwar noch funktionieren, aber auch ohne Interaktion zu einem plötzlichen Funkensprung führen. Grade die Kabel der wie Fernseher oder Stereoanlage werden nach dem erstmaligen Verlegen in den seltensten Fällen erneut überprüft. Versteckt hinter der Wohnwand oder dem Sideboard, bekommt man dann ein plötzliches Entzünden nicht mit, bis es dann schon zu spät ist und es brennt.

Auch offenes Feuer, durch Kamine oder Öfen, im weitesten Sinne sogar durch Kerzen kann zu einem fatalen führen. Unser Tipp daher: regelmäßig überprüfen oder fachmännisch überprüfen lassen und offene Feuerstellen nicht aus den Augen lassen. Zusätzlich können Rauchmelder, wie sie bereits in einigen Bundesländern per Gesetz in Wohnräumen angebracht sein müssen, und Feuerlöscher zumindest eine leibliche Unversehrtheit bewahren, sollte es für die Prävention bereits zu spät sein.

Unsichtbare Gefahren sind umso bedrohlicher

Auch in diesem Absatz soll es um Gefahren gehen, die mit zunehmender Wohndauer nur schlimmer und wahrscheinlicher werden, wenn man nicht aufpasst. Dämpfe und Luftstoffe, die von Möbeln, Farben oder Putzmitteln ausgehen, können die stark beeinflussen. Auch spielt der gute, alte Schimmel hier eine ähnliche Rolle. Von Atemwegserkrankungen bis hin zu psychischen Problemen breitet sich die Palette der Konsequenzen aus.

Gegen die Absonderungen der Farbe oder Möbellackierungen kann man leider nicht allzu viel tun. Beinahe jede Farbe und jedes Möbelstück auf dem Markt setzt die gefährlichen Stoffe frei. Auch Schimmel wird sich zwangsläufig bilden, wenn das im Haushalt zu feucht ist. Dafür ist die Präventivmaßnahme ebenso leicht umsetzbar wie nützlich. Regelmäßiges Lüften am Morgen und Abend gefolgt von kurzzeitigem Aufdrehen der Heizung an besonders kalten oder verregneten Tagen sorgt für eine frische und trockene Luft, die die gesundheitsgefährdenden Stoffe unschädlich macht.

Bild: @ depositphotos.com / Blastam

Gefahrenprävention im Haushalt

Gabi Klein