Bericht: Mafia handelt in Deutschland mit gefälschten Lebensmitteln

Berlin () – Teile der italienischen Mafia handeln einem Bericht zufolge in mit gefälschten oder minderwertigen Lebensmitteln. “Für Strukturen der Italienischen Organisierten stellt der mit minderwertigen oder falsch deklarierten Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln grundsätzlich ein Betätigungsfeld dar, in dem hohe Gewinne erzielt werden können”, zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Entdeckungsrisiko und Strafandrohung seien dabei vergleichsweise gering.

Demnach gewinne die in Ermittlungsverfahren gegen Gruppen der Organisierten Kriminalität vereinzelt Erkenntnisse, dass “kriminelle Strukturen gefälschte oder minderwertige Agrarerzeugnisse oder in den Vertrieb bringen”, etwa gefälschten Champagner. Gastronomiebetriebe würden dann zur Abnahme genötigt, heißt es weiter. 

Die Sicherheitsbehörden rechneten diese Straftaten vor allem italienischen Mafia-Gruppen zu, allen voran der ‘Ndrangheta aus Kalabrien. Die betone aber, dass anders als Drogenhandel und Geldwäsche der Betrug mit Lebensmitteln keinen Schwerpunkt innerhalb der in Deutschland begangenen Delikte darstelle.

Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic forderte in den Funke-Zeitungen, dass die internationale zur Bekämpfung von Lebensmittelkriminalität ausgeweitet werden müsse. Der Verkauf von minderwertigen Produkten könne “massive Konsequenzen für die Konsumenten” haben, warnte sie.

Bild: © AFP/Archiv JOEL SAGET / Champagner

Bericht: Mafia handelt in Deutschland mit gefälschten Lebensmitteln

AFP