Fünf Menschen fürs Ehrenamt: Die Bürgerdelegation aus Sachsen-Anhalt stellt sich …

Halle (S.) (ots) –

Sie helfen Migrantinnen und Migranten beim Einstieg ins Berufsleben, kümmern sich um , sorgen mit gemeinsamen Musikprojekten für Zusammenhalt, übernehmen Seelsorgedienste oder setzen sich für mehr Weltoffenheit und Toleranz ein. Fünf und im Alter von 20 bis 73 Jahren, wohnhaft in Halle (S.) und Magdeburg – alle zeichnen sich aus durch besonderes Engagement. Es stellt sich vor: die Bürgerdelegation aus Sachsen-Anhalt!

Jolene Rätz (20) – “Ich hätte nie gedacht, dass ich das alles auf die Beine stellen kann”

“Ich bin mit dem Ehrenamt aufgewachsen. Meine Mutter unterrichtet Deutsch als Fremdsprache und hat besonders während der großen Migrationsbewegung 2015 viel mit Geflüchteten zusammengearbeitet. Irgendwann habe ich bei ihren Projekten einfach mitgemacht – und dann selbst eines organisiert. Dabei ist mir aufgefallen, wie viel Kraft mir das gibt. Und tatsächlich plane ich auch schon einige neue Projekte – bei einem will ich gerne Herbert Grönemeyer mit ins Team holen. Das wäre super und mehr als ,nein’ kann er auch nicht sagen. Es gibt so vieles, das ich umsetzen will; am liebsten würde ich alles auf einmal machen. Und jetzt, wo ich in Halle studiere, habe ich noch weitere Möglichkeiten kennengelernt, mich ehrenamtlich zu engagieren. Ich bin sehr gespannt, was die anderen Menschen aus den verschiedenen Bundesländern über ihr Ehrenamt berichten. Der Austausch, wenn wir uns alle in Halle kennenlernen, wird sicher interessant.”

Armin Trautwein (70) – “Das Ehrenamt ist für mich wie ein großes Abenteuer”

“Ich habe lange Zeit auf dem gearbeitet – irgendwann wurden aber meine Rückenschmerzen zu groß. Dann habe ich angefangen, nochmal zu studieren. Da war ich 37 Jahre alt. Diese Zeit hat mir deutlich gemacht, dass es nie zu spät ist, nochmal von vorne anzufangen. Das ist mir auch bei meiner mit Geflüchteten wichtig: Ich möchte die Menschen dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen – egal, was sie sich vornehmen. Ich war selbst beruflich oft im Ausland, ich weiß, dass es manchmal schwer sein kann, in einem anderen Land. Da will ich helfen, wo es eben geht. Und gleichzeitig geben mir die Menschen, mit denen ich arbeite so viel zurück: ich wollte immer viel erleben – und das ermöglicht mir jetzt mein Ehrenamt. Und dass ich dafür jetzt auch noch als Teil der Bürgerdelegation beim Tag der Deutschen Einheit dabei sein kann, das freut mich wirklich sehr.”

Dorothee Kleemann (73) – “Ich will mir nicht zu sehr auf die Schulter klopfen, aber unsere Arbeit, die ist schon wichtig!”

“Ich habe fast mein ganzes Leben als Physiotherapeutin mit Menschen zusammengearbeitet, da kann ich doch jetzt nicht damit aufhören, nur weil ich im Ruhestand bin! Ich habe direkt, nachdem ich aufgehört habe zu arbeiten, ein neues Engagement gesucht, bei der Freiwilligen-Agentur, hier in Halle. Und dann habe ich auch direkt ein Projekt mitgegründet, bei dem ich Senioren und Freiwillige zusammenbringe. Da sind auch sehr viele junge Menschen dabei, die sich engagieren wollen. Das finde ich toll. Man kann so viel voneinander lernen, wenn man erstmal in Kontakt zueinander tritt. Und genau darauf freue ich mich auch schon, wenn ich mit den anderen Delegierten zusammen bin – auf den Austausch. Und natürlich, dass ich allen unser schönes Bundesland und Halle zeigen kann!”

Lutz Fiedler (68) – “Durch das Ehrenamt bin ich ständig in Bewegung, mir wird nie langweilig”

“Das tolle am Ehrenamt ist in meinen Augen, dass man so viele Menschen kennenlernt. Wer sie sind, was sie vorhaben und was sie so erlebt haben. Bei der Lebenshilfe habe ich die Chance, ganz viele spannende Lebensgeschichten zu hören. Und den Leuten hilft es, einfach mal zu reden. Ich bin der Ansprechpartner für die Menschen hier. Ich höre mir an, was sie beschäftigt, was sie sich wünschen. Und dann schauen wir, wie wir unsere Ideen umsetzen können. Vielleicht kann ich auch mal einen Denkanstoß oder einen Tipp geben. Da habe ich das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können. Dass ich dafür zur Bürgerdelegation gehören darf, da habe ich mich echt geehrt gefühlt. Ich empfinde das als große Wertschätzung für alle Menschen, die ehrenamtlich arbeiten – und ich bin da ein Vertreter für ganz viele.”

Michelle Putze (25) – “Ich habe mich ganz lange nicht getraut, ein Ehrenamt auszuführen. Heute würde ich es jedem empfehlen!”

“Als ich erfahren habe, dass ich zur Bürgerdelegation gehören werde, war ich total überrascht. Aber auch echt dankbar. Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, mich viel über Themen auszutauschen, die mich umtreiben. Also Gleichberechtigung, Bildungsgerechtigkeit, Toleranz und Weltoffenheit zum Beispiel. Das sind auch die Bereiche, die ich in meiner Freiwilligenarbeit behandle. Mir ist es wichtig, mehr Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken. Man lernt nie aus – und auch ich denke, dass ich mich noch auf vielen Gebieten weiterbilden kann. Gerade als Mensch, der privilegiert aufgewachsen ist, sehe ich es als meine Pflicht, andere zu unterstützen und so hoffentlich auch etwas zurückgegeben zu können. Deswegen bin ich auch so dankbar, dass ich mich ehrenamtlich betätigen kann. Und jetzt auch noch Teil der Bürgerdelegation sein zu dürfen, ist eine großartige Erfahrung und ich werde viele tolle Menschen kennenlernen, so viel steht schon mal fest.”

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Quellenangaben

Bildquelle: Impressionen EinheitsEXPO 2021 in Halle (S.) // Staatskanzlei / Thomas Meinicke / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/157804 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
Textquelle: Tag der Deutschen Einheit, übermittelt durch news aktuell
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