Donald Trump braucht keine Briefings

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Donald Trump braucht keine Briefings

Ulrike Dietz
2 min

Normalerweise wird der US-Präsident vom Geheimdienst jeden Tag über die Entwicklungen im Land und in der Welt informiert, der designierte Präsident Donald Trump will auf dieses Briefing aber verzichten. Er hat nach eigenen Angaben kein großes Interesse daran, was es in der Welt der Geheimdienste an Neuigkeiten gibt, das sagte der Milliardär zumindest dem Nachrichtensender Fox News, dem er ein Interview gegeben hat.

Ist die CIA lächerlich?

Donald Trump will die Geheimdienste fragen, wenn er etwas wissen möchte, ein tägliches Briefing ist da überflüssig. Welches Verhältnis der zukünftige Präsident zur CIA hat, das wurde auch nach einer Nachricht auf Twitter deutlich, denn dort schrieb Trump, dass er die Einschätzung der CIA, dass Hacker aus Russland den Ausgang der Wahlen zu seinen Gunsten beeinflusst haben, für absolut lächerlich hält. Damit hat Trump so etwas wie ein Tabu gebrochen, denn noch niemals zuvor hat ein Präsident oder ein zukünftiger Präsident den Geheimdienstapparat der USA so öffentlich zurechtgewiesen. Trump möchte es den Mitarbeitern der CIA überlassen, ob eine Nachricht wichtig ist und er muss nach eigenen Angaben nicht jeden Tag über die gleichen Dinge unterrichtet werden.

Keine russische Einflussnahme

Die Einschätzung der CIA, dass die Russen die Wahl beeinflusst haben, alarmierte auch zahlreiche Mitglieder des Kongresses, und der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, der Republikaner John McCain, will die Angelegenheit untersuchen lassen. Reince Priebus, der zukünftige Stabschef im Weißen Haus, wies den Verdacht eines russischen Hackerangriffs mit der Aussage zurück, dass die Russen Hillary Clinton bestimmt nicht gesagt haben, sie solle Michigan und Wisconsin ignorieren, denn Donald Trump konnte entgegen aller Vorhersagen, diese beiden als demokratische Hochburgen bekannte Staaten gewinnen.

Geduld haben

Henry Kissinger, ein Urgestein der amerikanischen Politik, hat der internationalen Gemeinschaft dazu geraten, ein wenig Geduld mit dem neuen Präsidenten zu haben und ihn nicht danach zu beurteilen, was er im Wahlkampf gesagt hat. Trumps Aufstieg, so Kissinger, ist ohne Beispiel in der modernen Geschichte.

Bild: © Depositphotos.com / dima4to@gmail.com

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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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