Internationales Forum zur Erinnerung an den Holocaust und Bekämpfung von …

Malmö (ots) –

Am 13. Oktober treffen sich auf des schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven führende Politiker und Experten aus aller Welt im südschwedischen Malmö. Anlass ist das Internationale Forum zur Erinnerung an den Holocaust und Bekämpfung von Antisemitismus.

Die Entscheidung der schwedischen Regierung, Malmö als Veranstaltungsort für das Forum zu wählen, kam für viele überraschend, ist aber einfach erklärt. Schwedens drittgrößte Stadt hat starke historische Verbindungen zur jüdischen Gemeinschaft. Sie ist in Schweden führend, wenn es darum geht, Antisemitismus zu bekämpfen und die jüdische und auf die Agenda zu setzen. Auch die aktive gegen Diskriminierung und Rassismus jeglicher Ausprägung haben auf kommunaler Ebene bereits seit vielen Jahren Priorität.

Ein kurzer geschichtlicher Rückblick: Rettungsaktion der Weißen Busse

Malmö diente einst als sicherer Hafen für jüdische , unter anderem durch die Rettungsaktion des Roten Kreuzes gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Operation “Weiße Busse” im Frühjahr 1945 hatte den Auftrag, KZ-Häftlinge zu retten und nach Skandinavien zu bringen. Um eine Verwechslung mit Militärfahrzeugen zu vermeiden, wurden die Busse weiß lackiert und trugen seitlich das Rot-Kreuz-Zeichen. So bekam die Rettungsaktion den Namen “Weiße Busse”. Rund 15.000 Menschen konnten so in gebracht werden.

Entwicklungsarbeit gegen Diskriminierung und Antisemitismus

Heute ist Malmö für viele Migranten, die nach Schweden kommen, die erste Anlaufstelle. Eine vielfältige bringt Herausforderungen wie Diskriminierung und Rassismus mit sich. Dem stellt Malmö eine kontinuierliche Entwicklungsarbeit entgegen. Sie orientiert sich an nationalen Rechtsvorschriften und Zielen und basiert seit Jahren auf einem strategischen Entwicklungsplan der Stadt Malmö.

Die Initiative Öppna Malmö (https://malmo.se/%C3%B6ppnamalm%C3%B6) (zu Deutsch: Offenes Malmö) hat die Aufgabe, Fragen der Diskriminierung und des Rassismus zu thematisieren. Im Zuge dessen finden seit 2020 bis 2022 Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte, Seminare und Schulungen statt, um Begegnungen und Gespräche zu ermöglichen.

Auch der Wissensaustausch mit anderen Kommunen und Organisationen, z.B. mit nationalen Plattformen wie dem SKR-Städtenetzwerk gegen Rassismus und Diskriminierung und der UNESCO-Wissensplattform LUCS, spielen eine große Rolle.

Gleichzeitig soll Antisemitismus nicht mit Einwanderung gleichgesetzt werden. Antisemitische Einstellungen sitzen tiefer und sind komplexer. Die Stadt hat daher eine enge Partnerschaft mit der lokalen jüdischen Gemeinschaft aufgebaut. Diese unterstützt Initiativen beim Wissensaufbau und der Sensibilisierung gegenüber der Problematik in Schulen. Darüber hinaus finanziert Malmö Forschungsprojekte, um Antisemitismus und seine Manifestationen besser zu verstehen.

Malmös Bürgermeisterin Katrin Stjernfeldt Jammeh über das Malmö Forum: “Wir fühlen uns geehrt, das Forum in unserer Stadt ausrichten zu dürfen. Als sicherer Hafen für Flüchtlinge haben Malmö und unsere Region eine historische Verbindung zum Holocaust. Daher ist Malmö der geeignete Ort für dieses wichtige Forum. Malmö möchte an vorderster Front stehen, wenn es um die Bekämpfung aller Formen von Rassismus geht. Ich bin der festen Überzeugung, dass jede:r auf seine Herkunft und Identität stolz sein und gleichberechtigt in unserer Stadt leben kann.”

Weiterführende Informationen und Interviewpartner

Auf die deutschen warten in Malmö viele Geschichten darauf, erzählt zu werden. Die Stadt Malmö informiert Sie gerne über die vielfältigen Wege, mit denen sie sich mit dem Thema Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die engagierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich tagtäglich für die Bekämpfung von Diskriminierung, Ignoranz und Stereotypen einsetzen. Eine kleine Auswahl an möglichen Interviewpartner:innen:

– Unterhalten Sie sich mit Mirjam Katzin, der Forscherin, die hinter dem Bericht Schulhof-Rassismus, Verschwörungstheorien und Ausgrenzung steht. Als Angestellte der Stadt Malmö ist sie Schwedens erste Koordinatorin gegen Antisemitismus an Schulen. Der o.g. Bericht zielt darauf ab, ein deutlicheres Bild über die Situation an Malmös Schulen zu vermitteln. Die Erkenntnisse finden besonderen Einsatz in speziellen Bildungsprogrammen für Lehrer:innen. – Sprechen Sie mit Malmös Bürgermeisterin Katrin Stjernfeldt Jammeh über die Bemühungen der Stadt, Antisemitismus zu bekämpfen und das jüdische Leben in Malmö zu stärken, über die Wahl Malmös als Gastgeber des Forums und die Bedeutung für die Stadt. – Entdecken Sie Amanah (https://www.amanah.se/), eine einzigartige Partnerschaft zwischen der muslimischen und jüdischen Gemeinschaft, gegründet von dem Rabbiner Moshe-David HaCohen und dem Imam Salahuddin Barakat. Die Organisation bemüht sich darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie Antisemitismus und Islamophobie vorgebeugt und bekämpft werden kann. Respekt und Wissen bilden die Grundlage für interaktive Gespräche zwischen ihren Zielgruppen. Für ihre gemeinsame Arbeit zur Bekämpfung von Diskriminierung und Hass sowie dem Aufbau von Vertrauen in der Zivilgesellschaft bekamen sie 2019 von der Stadt Malmö den Menschenrechtspreis verliehen. – Treffen Sie Olle Nordqvist vom Stadtarchiv Malmö und sprechen Sie mit ihm über die Entstehung des jüdischen Stadtplans (https://malmo.se/download/18.616ca2c417be845707978c6/1633359840418/MAST0010_JudiskaKartan_594x420_eng.pdf). Mit diesem einzigartigen Dokument in der Hand kann Malmö aus jüdischer Perspektive erkunden werden.

Hintergrundinformationen: Das Internationale Forum in Malmö ist eine weltweit einzigartige Gelegenheit, das Andenken der Holocaust-Opfer zu ehren sowie das wichtige Thema Antisemitismus in der heutigen zu diskutieren. Ursprünglich für 2020 geplant, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Arbeitslagers Auschwitz-Birkenau und des Endes des Zweiten Weltkrieges, musste das Forum aufgrund der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Veranstaltung wird vom schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven ausgerichtet und vom Bildungsministerium organisiert. Malmö agiert als Gastgeberstadt.

Für weitere Informationen zu den oben genannten Geschichten sowie Kontaktdaten, Statistiken, Bilder und mehr stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Quellenangaben

Bildquelle: Weiße Busse_Stadt Malmö / Internationales Forum zur Erinnerung an den Holocaust und Bekämpfung von Antisemitismus in Malmö / Gastgeberstadt führend im Kampf gegen Antisemitismus in Schweden / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/159091 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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Offizielle Webseite der schwedischen Regierung (in Englisch): https://www.government.se/government-policy/remember–react/

Die Stadt Malmö (Malmö Stad) ist eine schwedische Gemeinde in der Provinz Skåne
der südlichsten der schwedischen Provinzen und angrenzend an die historische Provinz (landskap) Schonen. Malmö ist ein natürlicher Knotenpunkt für Menschen und Kulturen aus aller Welt. Die Einwohner der Stadt kommen aus rund 180 Ländern und sprechen etwa 150 verschiedene Sprachen. https://malmo.se/
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